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Eine Frau ist entsetzt über einen Eingriff an ihrem Knie, der in einer Garage durchgeführt wurde. (Symbolbild)

Klinikleitung bestätigt Vorfall

Knie-OP in Garage zwischen Spinnweben: Frau empört über Behandlung - „Alles falsch gelaufen“

Eine pensionierte Krankenschwester muss dringend am Knie behandelt werden. Doch das Umfeld in Rotthalmünster, in dem die OP stattfindet, entsetzt die Betroffene. 

Bad Reichenhall – Eine Operation unter dem Lichtschein eines Handys und zwischen Spinnweben: Rosa-Maria Bayer aus Bad Reichenhall hätte sich für ihre Knie-Behandlung ein anderes Ambiente gewünscht. Die 62-Jährige berichtet, dass sie im Kreiskrankenhaus Rotthalmünster (Kreis Passau) in einer Garage operiert wurde. Als pensionierte Krankenschwester weiß sie zu gut, wie wichtig Klinik-Hygiene ist, sie ist empört.

Knie-OP in Garage: Frau fühlt sich unmenschlich behandelt

Die Patientin war nach Operationen in Murnau mit neuen Kniegelenken in eine Reha-Klinik in Bad Griesbach gekommen. Als die Drainage im Knie nicht mehr funktionierte, musste das Knie neu punktiert werden. Sie wurde in das Kreiskrankenhaus gebracht, wo die Behandlung in der Garage stattfand. Nach gut zehn Minuten sei sie wieder in den Sanka zurückgeschoben und zurück nach Bad Griesbach gebracht worden, erzählt sie. Sie sei „derart überfahren“ worden, perplex gewesen, dass sie in dem Moment gar nichts hätte sagen oder gar protestieren können. „Ich bin total entsetzt über diese unmenschliche Vorgehensweise.“

Video: Patientin bringt Ärzte durcheinander

Rottaler Klinik: Ambulanz war belegt - Klinikleitung bestätigt Vorfall

Die Klinikleitung bestätigt den Vorfall weitestgehend und spricht von einem bedauerlichen Einzelfall. Chefarzt Thomas Skrebsky erklärt: „Die Ambulanz war zu diesem Zeitpunkt überfüllt.“ Deshalb habe sich der diensthabende Arzt entschieden, so zu handeln. Allerdings sei die Behandlung im Krankenwagen erfolgt. Die Reichenhallerin hatte sich bei einem ihrer früheren Klinikaufenthalte den multiresistenten Krankenhauskeim MRSA eingefangen. Darum habe sie isoliert werden müssen. Das sei schwierig gewesen.

Frau angeblich in Garage behandelt: Chefarzt spricht von bedauerlichem Einzelfall 

Für den Behandlungsraum wäre nach dem zehnminütigen Eingriff ein zweistündiges Reinigen nötig gewesen. Das sei ein vergleichsweise großer Aufwand, erklärt der Chefarzt die Handlungsweise des Arztes, ohne das Geschehen entschuldigen zu wollen. Im Gegenteil: „Hier ist definitiv alles falsch gelaufen. So etwas ist hier noch nicht vorgekommen und wird auch nicht wieder vorkommen. Das versichere ich Ihnen. Wir sind doch hier nicht im Feldlazarett.“ Dr. Skrebsky besuchte die frühere Stationsschwester in ihrer Rehaklinik, um sich zu entschuldigen. Darüber freute sich die Patientin zwar, aber sie beharrt darauf, in einer Garage und nicht im Krankenwagen behandelt worden zu sein: „Im Kopf bin ich noch ganz gesund.“

rw/we

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