News-Ticker: 13 Deutsche teils lebensgefährlich verletzt - Tote möglich

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Moderator Rudi Cerne von „Aktenzeichen XY... ungelöst“

Rudi Cerne zum Mordfall Zimmermann

Gesucht: Bayerns unheimliche Phantome

München - Der Mörder von Luise Zimmermann ist noch auf freiem Fuß. Bisher gibt es nur das Phantombild eines Verdächtigen. Kein Einzelfall: Bei weiteren ungeklärten Fällen in Bayern sucht die Polizei gefährliche Verbrecher mit Phantombildern.

Bayerns unheimliche Phantome

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Rudi Cerne zum Mordfall Zimmermann

Die Leiche lag abseits des Weges, zwischen Fichten und Gebüsch. Der Körper der Frau war nackt – und verkohlt. Alle persönlichen Sachen, auch die Kleider, hatte der Täter mitgenommen – bis auf die Brille.

Der Mörder wurde bis heute nicht gefasst. Am heutigen Mittwoch rollt die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst den Fall auf. „Es ist ein Verbrechen von außergewöhnlicher Brutalität. Das macht mir Angst“, sagt Moderator Rudi Cerne über den Mord an der Rentnerin Luise Zimmermann (73).

Der Mordfall Luise Zimmermann

Fotos

Die rüstige Münchnerin war am 7. Juni, einem Sonntag, von ihrer Wohnung in Neuperlach mit der S-Bahn nach Aying gefahren. Dort sollte um die Mittagszeit der Volkswandertag der Dürnhaarer Wanderfalken starten. Gut 600 Menschen hatten sich angemeldet und wollten die Wanderroute durch den Egmatinger Forst abmarschieren.

Die Leiche von Luise Zimmermann (73) war im Juni im Kaltenbrunner Forst gefunden worden.

Luise Zimmermann konnte den Weg nicht zu Ende gehen. Irgendwo im Kaltenbrunner Schlag muss die 73-Jährige ihrem Mörder begegnet sein. Es muss ein Täter sein, der äußerst kaltblütig und nervenstark ist. Er schaffte es, Luise Zimmermann unbemerkt von den anderen Wanderfreunden sexuell zu missbrauchen und zu erwürgen. Dann zog er ihr die Kleider aus und zündete den toten Körper an. Die Leiche ließ er mehrere hundert Meter abseits des Weges in einer Mulde liegen.

Erst zwei Wochen nach der Tat fand der Hund eines Spaziergängers die Leiche der vermissten Luise Zimmermann. Die Kripo Erding nahm die Ermittlungen auf, gründete die Sonderkommission Kaltenbrunn. Knapp 300 Hinweise wurden überprüft, alle Teilnehmer des Wandertags befragt – ohne Erfolg.

Im Oktober erst suchte die Polizei nach einem unbekannten Mann, der eine Woche nach dem Mord am Tatort von einer Wildsaukamera gefilmt worden war (tz berichtete). Der Mann konnte ermittelt werden – er hatte jedoch nichts mit der Tat zu tun.

Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem möglichen Mörder von Luise Zimmermann.

Vergangene Woche gab die Kripo Erding dann ein Phantombild eines Mannes heraus. Dieser Unbekannte war am Mordtag von einem Reiter in der Nähe des Tatorts gesehen worden. Der Mann hatte sich auffällig verhalten. Er hatte den Kopf abgewendet, als ihm der Zeuge auf dem Pferd begegnete.

Am Mittwoch fahndet auch Aktenzeichen XY... ungelöst bundesweit nach dem Mörder von Luise Zimmermann. In einem zehnminütigen Film zeigen Moderator Rudi Cerne und sein Team die letzten Stunden der Rentnerin und den wahrscheinlichen Tatablauf. Außerdem berichtet ein Sachbearbeiter der Soko Kaltenbrunn über die Ermittlungsergebnisse. Rudi Cerne beschäftigt der Mord an der Rentnerin sehr. „Die Grausamkeit des Täters ist beängstigend“, sagt er. „Wir hoffen, dass wir mit unserer Sendung dazu beitragen können, den Mörder zu fassen.“

JAM

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