Corona-Pandemie im Freistaat

KN95-Corona-Masken in Bayern zurückgerufen: 30.000 Masken mit schwankendem Wert der Dichte

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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In Bayern gilt aufgrund der Corona-Krise eine FFP2-Maskenpflicht. Nun gab es einen erneuten Rückruf - es besteht der Verdacht auf Mängel.

  • Der Lockdown* in Bayern wurde verlängert. Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Nun werden 30.000 Masken zurückgerufen.
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München - Seit dem 18. Januar gilt in Bayern aufgrund hoher Corona*-Zahlen eine FFP2-Maskenpflicht. Diese schützen sowohl das Umfeld als auch den Träger selbst vor dem Virus.* Erst am Donnerstag hatte das Landratsamt Aschaffenburg rund tausend FFP2-Masken* zurückgerufen. Grund war, dass bei der Dichte der Masken schwankende Werte gemessen wurden. Nun hat auch die Bayerische Bereitschaftspolizei 30.000 Masken zurückgerufen. Auch hier besteht der Verdacht auf Mängel.

Corona in Bayern: FFP2-Maskenpflicht gilt - doch eine große Anzahl wird zurückgerufen

Bei den nun zurückgerufenen Masken handelt es sich um Produkte vom selben chinesischen Hersteller wie in Aschaffenburg. Das bestätigte das Bayerische Innenministerium dem Bayerischen Rundfunk (BR). Konkret geht es um Masken mit ungültiger CE-Kennzeichnung oder Masken, bei denen die notwendige Angabe der vierstelligen Nummer der Zertifizierungsstelle fehlte.

Das Landratsamt Aschaffenburg hatte am Donnerstag einen Rückruf gestartet, die betroffenen Produkte waren an die drei Gemeinden Kahl am Main, Laufach und die Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen gegangen. Dort wurden sie teilweise an pflegende Angehörige verteilt. Die Masken wurden mittlerweile ausgetauscht.

FFP2-Maskenpflicht in Bayern zurückgerufen: Masken genügten bei Test nicht dem EU-Standard

Auf BR-Anfrage erklärte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dass es sich um einen eigenverantwortlich vom Landratsamt vorsorglich veranlassten Rückruf gehandelt habe. „Die Maskenchargen des Herstellers, die an das Pandemiezentrallager des LGL geliefert und im weiteren Verlauf an den Landkreis Aschaffenburg ausgegeben wurden, wurden im Vorfeld formal und immer wieder in Stichproben auch technisch vom LGL geprüft und als verkehrsfähig beurteilt.“

Die betroffenen Masken trugen nicht die in der EU gebräuchliche Bezeichnung FFP2, sondern die chinesische Bezeichnung KN95. Diese ist der EU-Norm ähnlich. Bei Testungen wurde dann jedoch ein schwankender Wert bei der Dichte festgestellt. Wie der BR weiter berichtete, genügten drei von zehn Masken dem EU-Standard, sieben jedoch nicht.

Video: So können Sie FFP2-Masken wiederverwenden

Corona in Bayern: CE-Kennzeichnung bei FFP2-Masken maßgeblich

Bis zum 1. Oktober waren wegen des Mangels an Schutzausrüstungen auch solche Masken in Verwendung, die kein CE-Kennzeichen trugen. Nachdem ausreichend Masken in der EU vorhanden waren, war die CE-Kennzeichnnung wieder maßgeblich. In einzelnen Ländern gibt es zwar unterschiedliche Standards, trotzdem sind grundsätzlich Masken der Typen FFP2 für Europa, N95 für die USA oder auch KN95 für China für die Aerosol-Filterung geeignet, wie der BR berichtet. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. **In einer früheren Version dieses Artikels wurde im Bild eine FFP2-Maske mit gültiger CE-Zertifizierung abgebildet, die hochwertig produziert wird. Diese Masken sind ausdrücklich nicht von den in diesem Artikel dargestellten Rückruf betroffen.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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