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Wanderer sind dazu aufgerufen, Steinböcke zu zählen.

LBV-Projekt

Mitmach-Aktion: Wanderer sollen Steinböcke melden

Oberstdorf - Um mehr über den Alpensteinbock in Bayern zu erfahren, startet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit drei Partnern ein neues „Bürgerforscher“-Projekt.

Wanderer sind dazu aufgerufen, ihre Beobachtungen der eindrucksvollen Tiere zu melden. Grund für das Projekt: Über das genaue Vorkommen der bayerischen Alpensteinböcke, die Entwicklung des Bestands und die möglichen Einflüsse von Gefährdungsfaktoren wie etwa die Folgen des Klimawandels sei noch zu wenig bekannt, teilte der LBV am Freitag mit. Das Projekt wurde am Freitag in den Bergen bei Oberstdorf vorgestellt.

Jeder Naturfreund kann bei der Erforschung des Steinbocks in den heimischen Bergen helfen. Wer einen Steinbock gesehen hat, kann dies auf Meldebögen eintragen, die in Berghütten ausliegen, oder auf der Internetseite www.lbv.de/steinbock melden. „Dabei ist für uns jede einzelne Beobachtung wichtig, da wir so ein genaueres Bild davon bekommen, zu welcher Jahreszeit sich die Tiere wo aufhalten“, sagte der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer laut Mitteilung. Naturfreunde müssten jedoch unbedingt auf den Wegen und Steigen bleiben und dürften die Tiere keinesfalls stören.

Die Anzahl des Alpensteinbocks vom Allgäu bis nach Berchtesgaden wird auf einige Hundert Tiere geschätzt. Sie sind nach Angaben des LBV meist erst ab einer Höhe von 1800 Metern anzutreffen. Massive Nachstellungen hatten einst fast zum Aussterben der Tierart geführt. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts haben sich die Bestände in den Alpen durch Schutzmaßnahmen stetig erholt. Projektpartner des LBV sind der Bayerische Jagdverband, der Bund Bayerischer Berufsjäger und die Bayerischen Staatsforsten.

dpa

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