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Ein Glaserl auf uns: Gisela Först und Sepp Wolfgruber verloren sich aus den Augen, dann trafen sie sich zufälllig wieder und freuen sich nun auf eine gemeinsame Zukunft.

Sie trafen sich zufällig wieder

Sie liebten sich schon vor 70 Jahren und mussten sich trennen: Happy End mit 94

Ruhpolding: Die Liebesgeschichte von Gisela Först und Sepp Wolfgruber hat definitiv Hollywood-Potenzial. Sie verliebten sich bereits vor 70 Jahren, doch erst jetzt sind sie ein Paar.

  • Gisela Först und Sepp Wolfgruber lernten sich 1950 kennen.
  • Ihre Liebe war aus religiösen Gründen nicht geduldet.
  • Doch dann trafen sie sich zufällig wieder.

Ruhpolding - Die Liebesgeschichte von Gisela Först und Sepp Wolfgruber beginnt wie so viele bei einem Tanzabend. Im Kurhaus Ruhpolding (Kreis Traunstein) forderte er im Jahr 1950 die hübsche Pfälzerin aus Pirmasens zum Tanzen auf. 

„Es war der 19. März“, erinnert sich Gisela Först noch. Das weiß sie deshalb so genau, weil es eben Sepps Namenstag war. Und sie war als Urlauberin in Ruhpolding – fand dort Erholung und ihre große Liebe. Eine Liebe, die über 60 Jahre hielt und jetzt erst wieder aufgefrischt wurde…

Ruhpolding: Paar findet nach 70 Jahren Liebe endlich zusammen

Anfangs musste sie damals im Gespräch mit ihm mehrmals nachfragen, weil ihr Sepps Dialekt nicht geläufig war, erzählt sie. Außerdem „siezte“ man sich in den 1950ern noch artig. Doch die Fernbeziehung, die durch weitere Urlaubsaufenthalte gefestigt wurde, hielt einige Jahre. 

Die beiden wollten heiraten – doch ihre Eltern waren dagegen. Unter anderem deshalb, weil sie evangelisch und er katholisch war. In damaliger Zeit spielte das eine größere Rolle als die Liebe. Und so gingen die jungen Menschen getrennte Wege.

Später verliebten sich beide in andere Partner, gründeten Familien, wurden Eltern und Großeltern. Doch ganz vergessen haben sie sich in den vielen Jahrzehnten nie. Gisela Först: „Wir hatten uns zwar aus den Augen verloren, aber nie aus den Herzen.“

Liebespaar aus Ruhpolding: Zufälliges Treffen in Bad Füssing

Beide ahnten jedoch nicht, dass ihre Geschichte noch nicht zu Ende sein sollte: Das Schicksal führte sie vor vier Jahren wieder zusammen. Und zwar in Bad Füssing (Kreis Rottal-Inn). Dort verbrachte Gisela Först mit ihrem damaligen Mann einige erholsame Tage. In der Nähe einer großen Schachanlage im Freien hörte sie plötzlich ein Bairisch, das ihr nur zu bekannt vorkam. 

„So a Schachspui ham mia in Ruahpading a.“ Ruhpolding, das war das Stichwort! Sie drehte sich um und sah den Sepp – etliche Jahre älter zwar, aber noch immer derselbe. Die Blicke trafen sich. Das war ein Wechselbad der Gefühle, erzählt heute die 94-Jährige. Doch aus Rücksicht auf ihren Mann blieb es beim Blick.

Er wohnt noch immer im Ruhpolding, sie in der Pfalz

Erst als beide bereits verwitwet waren, nahmen sie Kontakt zueinander auf und trafen sie sich auf halber Strecke. Denn der 90-jährige Sepp Wolfgruber lebte noch immer in Ruhpolding, Gisela Först noch immer in der Pfalz. Obwohl die beiden fast ihr gesamtes Leben getrennt voneinander verbracht hatten, gelang es ihnen schnell dort anzuknüpfen, wo sie als junge Menschen aufgehört hatten. Sie verliebten sich aufs Neue ineinander. 

Seitdem führen sie wieder eine Fernbeziehung und besuchen sich gegenseitig, unternehmen gemeinsam Ausflüge oder spielen stundenlang Skat. Auch Silvester werden sie natürlich gemeinsam verbringen. Nur wo, das ist noch nicht geklärt. Vielleicht in der Pfalz. Oder doch in Ruhpolding – dort, wo vor über 64 Jahren alles begann.

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