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Braunbären kommen in den rumänischen Karpaten noch recht häufig vor.

In den rumänischen Karpaten

Bärenmutter greift Niederbayern (26) an - seine Freundin hat rettende Idee

Plötzlich taucht eine Bärin vor einem Paar aus Niederbayern bei einer Wanderung in den Rumänien auf - und greift an. Beide reagieren absolut geistesgegenwärtig. Trotzdem wird es blutig.

Vilshofen/Karpaten - Gleich zu Beginn der Wanderung in den rumänischen Karpaten entdecken Andi Bauer und seine britische Freundin Lara Booth ein totes Reh, das offenbar von einem Raubtier gerissen worden ist. Schon zu diesem Zeitpunkt schwant den beiden nichts Gutes - und dann passiert es.

Rumänien: Bär schleift 26-jährigen Bayern am Knöchel davon

Urplötzlich taucht eine Bärenmutter mit zwei Jungen auf. Wie der Bayerische Rundfunk unter Verweis auf ausländische Zeitungsartikel berichtet, packt der Bär den jungen Doktoranden am Knöchel und schleift ihn mehrere Meter mit. In dieser schier ausweglosen Situation hat seine Freundin die möglicherweise lebensrettende Idee.

Rumänien: Bär lässt nach Fausthieb von dem Studenten ab 

„Schlag ihn aufs Auge“, ruft Lara Booth ihrem Freund zu. Und der lässt sich nicht zweimal bitten - und verpasst der Bärenmutter einen Fausthieb oberhalb der Schnauze. Der Volltreffer zeigt sofort Wirkung. Denn die Bärenmutter lässt von dem 26-Jährigen ab. Unverletzt bleibt Andi Bauer dabei aber nicht.

Bayern: Bär reißt Fleisch aus dem Unterschenkel

Denn die Bärenmutter rächt sich für den Fausthieb auf ihr Auge. Bevor sie davontrottet, beißt sie dem jungen Niederbayern vor den Augen seiner Freundin in den Unterschenkel - und reißt ein Stück Fleisch heraus. Doch der 26-Jährige bleibt cool und verbindet die Wunde selbst - mit einer Socke.

Bayern: Chirurgen in Murnau stabilisieren das gebrochene Bein

Andi Bauer wird aktuell in der Unfallklinik Murnau behandelt. Sein Bein ist an drei Stellen gebrochen und wurde von Chirurgen mit mehreren eingeschraubten Stäben stabilisiert.

Bayern: Lara Booth bietet Urlaubern nun Bären-Infos an

Die Britin Lara Booth bietet nach ihren schockierenden Erfahrungen in den rumänischen Karpaten via Facebook allen Urlaubern, die in ein „Bärenland“ fahren wollen, an, sich wertvolle Tipps und Infos bei ihr zu holen:

Bei Bärenkontakt: So verhalten Sie sich richtig

Die Umweltorganisation WWF Deutschland gibt ebenfalls Hinweise für den Fall, dass man in freier Natur auf einen Bären trifft:

• Bewahren Sie Ruhe: Sie müssen dem Bären zeigen, dass Sie kein Angreifer sind, also ihm sein Territorium überlassen. Zugleich sind Sie aber auch keine Beute. 

• Bleiben Sie ruhig stehen und machen Sie den Bären durch lautes Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam.

• Rennen Sie nicht weg! Bären sind schneller. 

• Wenn der Bär sich aufrichtet, ist das kein aggressiv motiviertes Verhalten, er verschafft sich nur eine bessere Übersicht über die Situation.

• Verzichten Sie zugunsten Ihrer Sicherheit auf ein Bärenfoto. Nähern Sie sich auf keinen Fall dem Bären, machen Sie keine ruckartigen Bewegungen. 

• Vermeiden Sie alles, was der Bär als Bedrohung empfinden könnte. 

Was tun, wenn der Bär dennoch angreift?

• Greift der Bär an – auf keinen Fall wegrennen oder auf Bäume klettern! Bären rennen viel schneller als Menschen! Wegrennen vor einem Bären macht nur Sinn, wenn Sie in unmittelbarer Nähe eines Gebäudes oder Fahrzeugs sind.

• Stellen Sie sich tot: Legen Sie sich mit dem Bauch auf den Boden und kreuzen Sie ihre Hände im Nacken. Der Bär erkennt so, dass Sie keine Gefahr für ihn sind. Warten Sie, bis der Bär wieder weit genug weg ist (mindestens 50 Meter). Aber das kann dauern, denn der Bär hat Zeit...

Bayern: Bär auf dem Weg zur Landesgrenze

13 Jahre nach der Aufregung um Bär Bruno nähert sich wieder ein Braunbär der bayerischen Grenze. Knapp 40 Kilometer Luftlinie südlich des Landkreises Garmisch-Partenkirchen hat das Tier drei Schafe gerissen. Bayerns Schafzüchter sind noch gelassen. Doch Ende Juni stand das Tier bereits kurz vor der Grenze.

Ein Jäger hat in Peiting in Oberbayern miterleben müssen, wie ein wildernder Hund ein Reh getötet hat. Als Mahnung filmte er den Vorfall - ein trauriges Dokument.

Lesen Sie auch: Zum zehnten Todestag: Wer erschoss Bruno? (Merkur.de*)

Jörg Müller

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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