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Auch Bernhard Langer will weiterkämpfen

Ryder-Cup-Bewerbung 2018: Kein Geld von Bund und Bayern

München - Der Traum vom Ryder Cup 2018 in Deutschland droht zu platzen. Die Bundesregierung und das Land Bayern werden die Bewerbung finanziell nicht unterstützen.

Die deutsche Bewerbung für den Ryder Cup 2018 wankt wie noch nie. Nachdem die Bundesregierung eine Beteiligung an der Bewerbungsgebühr von insgesamt 18 Millionen Euro - allein für die Lizenz des Golf-Kontinentalkampfes - endgültig absagte, wird auch die Bayerische Staatsregierung ihre in Aussicht gestellte Teil- Unterstützung von neun Millionen Euro nicht mehr leisten. Der Freistaat hatte die bereits avisierte Summe daran gekoppelt, dass auch der Bund sich finanziell beteiligt.

Das teilte Geschäftsführer Erwin Langer von der RC Deutschland GmbH am Freitag in München mit - 48 Stunden vor der ursprünglich am 31. Oktober auslaufenden Abgabefrist bei der Ryder Cup Europe LLP in London. Man werde trotz dieser Entscheidung mit Nachdruck an der Bewerbung festhalten, denn man sehe weiterhin gute Chancen für einen Zuschlag, hieß es in der Pressemitteilung am Freitag.

Langer hatte trotz intensiver Gespräche in Berlin in den vergangenen Monaten die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch ein positives Zeichen von der Bundesregierung zu erhalten. “Diese Erwartung hat sich nun zerschlagen. Bund und Land sagen jedoch weiterhin ihre ideelle und organisatorische Unterstützung des Projektes zu“, ergänzte Langer.

Da auch die Konkurrenten Frankreich, Spanien, Portugal und die Niederlande angeblich Probleme haben, die geforderten Unterlagen fristgerecht einzureichen, hat die LLP in London den Abgabetermin auf Mitte/Ende November verschoben. Die Entscheidung über den Austragungsort fällt im April 2011.

“Wir können nur mit voller Rückendeckung der deutschen Golfer unsere Bewerbung fortsetzen. Die Gesellschafter der RC Deutschland und auch die konsultierten Landesgolfverbände haben entschieden, auch ohne die finanzielle Unterstützung der Bundes- und Landesregierung voranzugehen“, sagte Langer. Die grundlegende Festlegung, die Bewerbung aufrecht zu erhalten, fiel mit einhelliger Zustimmung aller Gesellschafter, betonte Langer, der sich mit seinem Bruder Bernhard als Zugpferd vor die erste Bewerbung Deutschlands um eines der größten Sportspektakel weltweit gespannt hat.

Die Ryder Cup Europe LLP erwartet von der deutschen Bewerbungsgesellschaft eine Zusage über die Bewerbungsgebühr von 18 Millionen Euro. Die Golf-Dachorganisation in der britischen Hauptstadt wälzt damit die Risiken auf die Bewerber ab. Die Stadt Neuburg an der Donau und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen hatten den Zuschlag für den Bau eines geeigneten Platzes erhalten und stehen “fest zum Projekt in ihrer Region“.

Der Automobilhersteller Audi mit Sitz in Ingolstadt hat sich als einer der Sponsoren bereiterklärt, die Kosten für den Bau komplett zu übernehmen. Das Projekt wird aber nur realisiert, wenn Deutschland den Zuschlag erhält.

dpa

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