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Es geht wieder los: In den ersten beiden Maiwochen öffnen Bayerns Freibäder die Tore.

Stabile Preise und klassische Attraktionen

Saison-Start in Bayerns Freibädern

München - Bayerns Freibäder setzen zum Saison-Start am 1. Mai auf die klassischen Attraktionen: Schwimmbecken, Sprungturm und Liegewiese. Die Preise bleiben weitgehend stabil, Sorge bereitet die zunehmende Zahl von Nichtschwimmern.

Überall in Bayern öffnen in den ersten beiden Mai-Wochen die Freibäder, manche bereits an diesem Freitag, dem 1. Mai. Und auch wenn die Aussichten zum Start in den Wonnemonat nicht gerade zum Bad im Freien einladen - Angst vor einer verregneten Saison haben die meisten Betreiber nicht. „Eigentlich reichen uns zwanzig heiße Tage im Jahr“, sagte Joachim Lächele, Sprecher der drei Nürnberger Bäder.

Obwohl öffentliche Bäder „in der Regel defizitär“ seien, wie die Stadtwerke Passau mitteilten, halten selbst kleinere Kommunen an ihren Freibädern fest. Trotz einer zunehmenden Zahl von Spaßbädern sei der Reiz von „klassischem Schwimmen, Springen und Rutschen in der Sonne“ ungebrochen, sagte Lächele der Deutschen Presse-Agentur.

Sicher schwimmen können allerdings nach Auskunft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) immer weniger Kinder. „Schwimmen ist gesund und kann Leben retten“, sagte auch Ulrike Scharf, die Vorsitzende der Wasserwacht Bayern. Deshalb seien Freibäder ein idealer Ort um Schwimmen zu lernen und Abzeichen wie das Seepferdchen abzulegen.

Zwischen dem 1. und dem 15. Mai starten von Aschaffenburg bis Berchtesgaden die Bäder in die Saison. Zusätzlich zu den Klassikern - Schwimmbecken mit Liegwiese, Zehn-Meter-Sprungtürme und Rutsche - sollen beispielsweise Beachvolleyball-Felder, separate Familienbereiche und Aquafitness-Kurse Gäste locken. Beliebt sind auch die chlorfreien Naturbäder, in denen die Besucher ihre Bahnen ziehen können.

Überwiegend stabil sind die Eintrittspreise - diese liegen zwischen 3,50 Euro und 4,30 Euro. In München werden die Preise für die acht Bäder „geringfügig“ angehoben, sagte ein Stadtwerke-Sprecher. Hier müssen Bademeister und Kassenpersonal in der kommenden Saison auch früher aufstehen, denn die Stadt weitet die Öffnungszeiten aus. Nach Angaben der Stadtwerke soll jeden Wochentag mindestens eines der acht Münchner Freibäder schon ab 7.00 Uhr öffnen.

An Schlechtwetter-Tagen ist nahezu überall Verlass auf die Stammgäste. Diese mieten in Augsburg gerne eine eigene Kabine samt Wäschefach für die gesamte Sommersaison. Vor allem die Augsburger Senioren „ziehen mit Sack und Pack ein“, sagte ein Sprecher der Stadt Augsburg. „Es gab Zeiten, da wurde das Wäschefach vererbt.“

dpa

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