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Der Salafisten-Prediger Pierre Vogel steht für radikale Ansichten. Parteien-Vertreter und Angehörige verschiedener Religionen distanzieren sich im gemeinsamen Gebet von Vogel.

Kundgebung in Nürnberg

Gegenwind für Salafisten-Prediger Pierre Vogel

Nürnberg - Vertreter von Parteien und Gläubige verschiedener Religionen machen sich gegen eine Kundgebung des radikalen salafistischen Predigers Pierre Vogel in Nürnberg stark.

Vogel hat für Samstagnachmittag (3. Mai) eine Veranstaltung mit 500 Teilnehmern in der Innenstadt angemeldet. Die Stadt Nürnberg erwartet nur 250 bis 300 Teilnehmer. Davor wollen sich Juden, Christen und Muslime zu einem multireligiösen Gebet treffen, wie das evangelische Dekanat Nürnberg am Mittwoch mitteilte.

„Wir möchten uns eindeutig und klar von dessen Interpretationen von Koran und islamischer Tradition distanzieren“, sagte Süleyman Wolf Bahn von der islamischen Gemeinschaft Mevlana. Parallel zur Kundgebung von Vogel wollen etwa 100 Vertreter der Jungen Liberalen, der Piraten und der Linken gegen den Prediger protestieren.

Die Polizei rechnet mit einem eher ruhigen Ablauf. „Bei den bisherigen Veranstaltungen in anderen Städten ist es zu keinen Zwischenfällen gekommen“, sagte Polizeisprecherin Elke Schönwald.

Vogel ist 2001 zum Islam übergetreten und zählt zu den führenden Salafisten in Deutschland. Seit Anfang des Jahres tourt er durch verschiedene deutsche Städte. Insgesamt 33 will er bei seiner „Deutschland-Tournee“ ansteuern. In Nürnberg hat er eine Veranstaltung zum Thema „Gib Drogen keine Chance“ geplant.

dpa

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