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Mit Rettungsgurten wurde Sammy aus dem Brunnen befreit.

Sammys spektakuläre Rettung

Dörfles-Esbach - Drama in Oberfranken! Die Feuerwehr befreite auf spektakuläre Art und Weise ein Pferd, das rücklings in einen Brunnen gefallen war.

Abends, als es dämmerte auf der Pferdekoppel im oberfränkischen Dörfles-Esbach, stand Haflinger Sammy zwar zitternd, aber endlich wieder auf seinen eigenen vier Hufen. Den erschöpften Feuerwehrmännern, die das Pferd umringten, standen Tränen in den Augen – vor Erleichterung.

Spektakuläre Bilder: So wurde Sammy aus dem Brunnen befreit

So wurde Pferd Sammy aus dem Brunnen befreit

Sammy hatte sich selbst in Lebensgefahr gebracht: Über 30 Hilfskräfte waren nötig, um das Tier aus einem über vier Meter tiefen Brunnen zu retten. Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr ist es, als Sammy plötzlich übermütig wird. Beherzt springt er über den Zaun seiner Koppel – und landet genau auf dem Betondeckel eines alten Brunnenschachts. Es kracht fürchterlich. Sammy rutscht mit den Hinterhufen voran in das tiefe, nasse und dreckige Loch. Voller Angst wiehert das Pferd, versucht, sich selbst wieder ins Freie zu stemmen. Doch allein hat es keine Chance. Welch ein Glück, dass gerade eine Pferdebesitzerin nur wenige Meter weiter ihr Tier besucht. Sie ruft sofort die Feuerwehr. Einsatzleiter Peter Schneider und seine Mannschaft sind schnell vor Ort.

„Es war eine sehr gefährliche Sache“, berichtete er der tz. „Wäre Sammy mit den Vorderhufen zuerst in den Brunnen gefallen, wäre er vermutlich im Wasser ertrunken.“ Auch Sammys Tierarzt Matthias Oster ist nun eingetroffen. „Die Feuerwehrmänner haben mich an den Beinen gepackt und mit dem Kopf voraus in den Schacht gehalten. So konnte ich Sammy eine Spritze geben.“ Die beruhigt das Pferd, stellt es aber nicht völlig ruhig. Denn: „Es war wichtig, dass er selber mithilft.“ Mit einem Bagger und Spitzhacken buddeln die Hilfskräfte die oberen Teile des Brunnens frei, tragen zwei der schweren Brunnenringe ab. Feuerwehrmann Schneider: „Das war Millimeter-Arbeit.“

Sammy wird derweil immer stiller. Tierarzt Oster: „Er ist müde geworden; seine Versuche, sich selbst zu befreien, wurden immer seltener.“ Aber er vertraut brav den Menschen: „Er wusste, wir helfen ihm.“ Endlich können ihm die Helfer Gurte anlegen und ihn vorsichtig in die Höhe ziehen. Schließlich liegt er am Boden, wiehert matt.

Der Tierarzt verarztet kleine Schnitt- und Schürfwunden, da steht Sammy schon wieder auf. Seine Besitzerin Corinna (23) umarmt ihn überglücklich. Gestern erzählte sie, wie gut es ihrem Pferd geht: „Er ist wohlauf und macht schon wieder Faxen.“

Andrea Stinglwagner

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