Saufkumpanen totgeschlagen - 7 Jahre Haft

Nürnberg - Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat am Montag einen 49 Jahre alten Alkoholiker wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu 7 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Sein 59 Jahre alter Komplize erhielt dreieinhalb Jahre wegen Beihilfe.

Die beiden hatten das Opfer Anfang Januar auf einem Gehsteig abgelegt - mit Verletzungen, die die Gerichtsmediziner sonst nur von schlimmen Verkehrsunfällen kennen.

In seiner Urteilsbegründung ging das Gericht davon aus, dass der Haupttäter den geistig zurückgebliebenen Mann mit Schlägen und Tritten so schlimm zurichtete, dass dieser an inneren Blutungen starb. Weil der 49-Jährige schon einmal wegen desselben Delikts verurteilt worden war - auch damals hatte er einen anderen im Suff tödlich verletzt - ordnete das Gericht für die Zeit nach dem Gefängnis Sicherungsverwahrung an.

Der 59-Jährige hatte das Opfer an Silvester 2008 zum Trinken eingeladen. Der 49-Jährige stieß später unangemeldet dazu. 20 Flaschen Bier und zwei Flaschen Schnaps trank das Trio, bevor der Haupttäter dem Opfer mit der Faust ins Gesicht schlug. Später kamen weitere Misshandlungen hinzu, für die es jedoch keine Zeugen gibt - der 59-Jährige hatte sich schlafen gelegt und den Toten erst am nächsten Morgen in seiner Küche entdeckt.

Statt die Polizei zu rufen, trank er mit dem Täter in dessen Wohnung weiter, bevor sie gemeinsam die Leiche aus Angst vor dem Verwesungsgeruch aus der Wohnung schafften. Am fünften Januar fand ein Briefträger den schneebedeckten Körper auf einem Gehweg in der Nürnberger Nordstadt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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