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Grenzüberschreitend soll die Salzburger S-Bahn bis Mühldorf am Inn verkehren.

Salzburger S-Bahn soll bis Mühldorf fahren

Salzburg/Mühldorf a. Inn - S-Bahn international: Die Salzburger Linie soll bis Mühldorf am Inn fahren. Kommunalpolitiker hegen weitere Verkehrs-Pläne.

­Die Salzburger S-Bahn soll bis ins oberbayerische Mühldorf am Inn fahren. Dies ist der Wunsch von Kommunalpolitikern aus der bayerischen-österreichischen Grenzregion, der bei einer Podiumsdiskussion am Montagabend in Salzburg konkretisiert wurde.

Dabei kam auch die geplante Verlängerung der Salzburger Lokalbahn unter der Salzach durch in den Süden der Stadt zur Sprache. Die Grenzregion sei in hohem Maß miteinander verwachsen, erläuterte der Verkehrsreferent der Salzburger Landesregierung, Wilfried Haslauer (ÖVP). Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am gesamten grenzüberschreitenden Verkehr betrage bereits jetzt 30 Prozent. “Er ist erst konkurrenzfähig, wenn er gleich attraktiv ist wie der Individualverkehr mit dem Auto“, sagte Haslauer. Als Beispiel nannte er den Südast der Salzburger S-Bahn, mit dem der Fahrgast besser ins Stadtzentrum komme als mit dem Auto.

Als wünschenswert sahen die Teilnehmer der Diskussionsrunde ein drittes Gleis zwischen Salzburg und Freilassing an, um mehr Platz zu schaffen für einen Ausbau der S-Bahn nach Freilassing sowie des Güterverkehrs und des überregionalen Verkehrs. “Wir arbeiten mit Nachdruck daran“, versicherte der Berchtesgadener Landrat Georg Grabner (CSU), “wir wollen die S-Bahn auch bis Traunstein, Mühldorf und Laufen weiterführen.“

Notwendig seien aber auch Maßnahmen für den Individualverkehr, wie eine weitere Salzachbrücke bei Laufen, um den Ausweichverkehr aus der Altstadt zu holen. “Die Leute werden dort bei einem besseren öffentlichen Angebot nicht einfach umsteigen, sondern sich vielfach einfach neue Strecken suchen.“ Grabner will zudem eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen für ein öffentliches Verkehrsnetz vom Salzkammergut bis nach Kitzbühel und von Zell am See bis nach Bayern hinein. “Es ist schon klar, dass das nicht in fünf Jahren geht, aber wir müssen schon jetzt erste Schritte setzen.“

dpa

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