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Knapp 100 Millionen Euro Schaden dürften entstanden sein.

Großfeuer in Schlachterei

Verbrennen bei "Wiesenhof" 100 Millionen Euro?

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Bogen - In einer Wiesenhof-Schlachterei im niederbayerischen Bogen ist ein Großfeuer ausgebrochen. Die Zerstörungen sollen mindestens im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Das könnte ein einmaliger Schadensfall in der jüngeren bayerischen Geschichte werden. Beim Großbrand der Geflügelschlachterei in Bogen, der Donautal Geflügelspezialitäten, die zum Wiesenhof-Konzern gehört, soll ein Schaden von annähernd 100 Millionen Euro entstanden sein. Die Polizei teilte jedenfalls mit, dass die Zerstörungen im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. „Genau lässt sich dies aber noch nicht sagen“, so Sprecher Jürgen Wallmaier. Der aus mehreren Hallen bestehende Komplex des Schlachtbetriebs ist nach dem Brand am Montag einsturzgefährdet, die technischen Anlagen sind weitgehend unbrauchbar. Verletzt wurde niemand.

Der Brand war in der Nacht auf Montag ausgebrochen, fast 500 Einsatzkräfte kamen zum Löschen. Dies dauerte bis in den Nachmittag hinein. Dann erst war das Feuer auf dem gut 6000 Quadratmeter großen Hallenareal unter Kontrolle.

Dass der Schaden nun in einer solchen Höhe liegen könnte, schätzen Experten alleine von der Größenordnung her als „exorbitant“ ein. Dagegen ist etwa die Schadenshöhe nach dem Brand der Kristalltherme von Fichtelberg vor knapp drei Jahren mit einem geschätzten Schaden von 20 Millionen Euro vergleichsweise niedrig. Ob der Schaden tatsächlich rekordverdächtig hoch ist, ist noch nicht gesichert. Eine Sprecherin von Wiesenhof meinte am Donnerstag zur tz: „Wir können zur Höhe des verursachten Schadens derzeit noch keine Aussagen treffen.“ Vor Ort hieß es mehrmals am Tag der Katastrophe, dass in die Schlachterei in den vergangenen Jahren 60 Millionen Euro investiert worden sind; etwa in die Modernisierung von Produktionsstraßen. Dazu komme der Altbestand wie die nun völlig zerstörten Hallen. Die Großschlachterei soll am selben Standort wieder aufgebaut werden. Das gab der Wiesenhof-Konzern bereits bekannt. Für die 750 Mitarbeiter sei man derzeit gemeinsam mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Gesprächen, um eine gute Lösung zu finden. Wie das Feuer entstanden ist, wird derzeit noch ermittelt.

mc 

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