Kommentar

Schafhalter fürchten den Wolf in Bayern

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Der Wolf ist in Brandenburg, Niedersachsen und anderen Bundesländern bereits heimisch – auch durch Bayern streift er schon. Das Raubtier reißt nicht nur Hirsch und Wildschwein, sondern auch Nutztiere, das ist nicht unnormal, sondern ganz normales Wolfsverhalten. Ein Kommentar von Merkur-Autor Christian Vordemann:

Merkur-Autor Christian Vordemann.

Hier benötigen vor allem Schafhalter Hilfe vom Staat: durch Aufklärung, durch Anschaffung geeigneter Hütehunde sowie durch die bereits bestehenden Entschädigungszahlungen für gerissene Tiere. Elektrozäune sind nur bedingt geeignet, ein Wolfsrudel fernzuhalten. Große Hütehunde hingegen werden erfolgreich zur Wolfsabwehr eingesetzt – in Italien, der Schweiz, Frankreich. Und auch die Schäfer der frei umherziehenden Heidschnucken in der Lüneburger Heide schützen so ihre Herden vor Angriffen.

Wolfsfreie Zonen einrichten zu wollen, ist unrealistisch. Das hieße nichts anderes, als die streng geschützten Tiere zum Abschuss freizugeben. Wölfe wandern in einer Nacht Dutzende Kilometer und siedeln sich dort an, wo es ihnen passt. Mehr Gelassenheit ist gefragt. Sollte es größere Schäden durch einen Wolf geben, gibt es schon jetzt die Möglichkeit, seine Erlegung anzuordnen.

Sie erreichen den Autor unter

Christian.Vordemann@ovb.net

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