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Schauriges Klausen-Spektakel im Allgäu

Börwang - Ein schaurig-schönes Vergnügen: Rund 300 Klausen, Bärbele, Krampusse und Prechten aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz haben am Samstag mindestens 15 000 Besucher nach Börwang ins Allgäu gelockt.

Mit Einsetzen der Dämmerung begann das Klausentreiben nahe Kempten, um an die Bräuche der vorweihnachtlichen Zeit zu erinnern. Vor allem die Kinder gruselten sich vor den zotteligen Fratzen und den schaurigen Gesellen mit Glocken, Fellen, Rasseln und Ruten. Dem feuchten, kalten Wetter setzten die Männer Feuerspiele und Fackeln entgegen, getreu ihrem Motto "Börwang brennt".

Das Treiben der Klausen gehört im Allgäu für Einheimische und Gäste zum vorweihnachtlichen Jahresreigen. In vielen Orten ziehen die als furchteinflößende Gesellen verkleideten und vermummten Burschen an den Abenden des 5. oder 6. Dezember mit ihren Ruten durch die Straßen, um mit viel Getöse die bösen Geister und Dämonen zu vertreiben. Sie umhüllen sich mit Fellen und tragen Masken mit Geweihen oder Hörnern.

Unterschiedliche Ausprägungen dieses Brauchs, der aus heidnischer Zeit stammt, haben sich bis heute im Alpenraum gehalten. Beim Umzug in Börwang sollen sie den Besuchern vorgestellt werden. "Wir wollen zeigen, wie dieser Brauch in den verschiedenen Alpenregionen heute noch gelebt wird", sagte Martin Fackler vom Verein Börwangs Klausen. Dabei gebe es unter anderem traditionelle, handgeschnitzte Krampus-und Perchtenmasken aus Österreich und der Schweiz zu sehen.

dpa

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