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Nach Schließung von „Querdenker“-Schule bei Rosenheim: Regierung gibt neue Details bekannt

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Von: Thomas Eldersch

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Es gibt Neuigkeiten zur mutmaßlichen Querdenker-Schule in Schechen.
Es gibt Neuigkeiten zur mutmaßlichen Querdenker-Schule in Schechen. © Peter Kneffel/dpa

Eine Woche nach der Schließung einer illegal betriebenen Schule in Schechen im Landkreis Rosenheim, gab die Regierung von Oberbayern neue Details zu dem Fall bekannt.

Schechen - Ein verlassener Bauernhof im viereinhalbtausend Seelendorf Schechen (Landkreis Rosenheim*) war in der vergangenen Woche im Fokus der Öffentlichkeit. Eine dort illegal betriebene Schule rief Vertreter des Landratsamts sowie der Regierung von Oberbayern auf den Plan. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten Hinweise auf die Querdenker- sowie Reichsbürgerbewegung. Jetzt äußerte sich ein Regierungssprecher erneut zu dem Fall.

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„Querdenker“-Schule in Schechen: Regierung findet keine Hinweise auf russische Stiftung

Bei der Durchsuchung in der vergangenen Woche gab die Betreiberin an, dass die Schule Teil einer russischen Stiftung sei. Nach Recherche der Regierung von Oberbayern konnte diese Stiftung jedoch nicht gefunden werden. „Wir konnten bisher nirgendwo verifizieren, dass es die Stiftung so gibt“, sagte der Sprecher der Regierung von Oberbayern, Wolfgang Rupp, am Mittwoch der Augsburger Allgemeinen.

Wie die Betreiberin weiter angab, sei diese Stiftung mit dem Namen „Freiheit braucht Mut“ nach russischem Recht anerkannt. Deshalb würde für sie auch deutsches Recht nicht gelten. Rupp sagte, dafür gebe es keine belastbaren Hinweise. Die Stiftung, deren Name auch auf Schildern an dem alten Bauernhof im oberbayerischen Schechen stand, beherbergte rund 50 Schüler. „Unter dem Namen ‚Freiheit braucht Mut‘ ist im deutschen Stiftungsregister nichts registriert“, sagte Rupp.

Nach Schließung wurde nicht mehr versucht, die mutmaßliche „Querdenker“-Schule wieder zu öffnen

Und obwohl die Betreiber darauf beharren, dass ihre Stiftung dem russischen und nicht dem deutschen Recht unterliege, hielten sie sich bislang an die behördlich angeordnete Schließung. „Für uns ist erfreulich, dass der Schulbetrieb eingestellt ist“, sagte Rupp. „Insoweit sind rechtmäßige Zustände wieder hergestellt.“ Die Behörde hatte die nicht genehmigte Bildungseinrichtung mit mutmaßlichem „Querdenker“- Hintergrund am vergangenen Mittwoch nach Hinweisen aus der Bevölkerung geschlossen. Seitdem sei nicht versucht worden, den Betrieb wieder aufzunehmen. (tel mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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