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Ein Gewitter über dem Inntal – ein schlechtes Omen für den Tourismusverband Oberbayern?

Nach Finanzaffäre

Schicksalstag für den Tourismusverband

München – Der Tourismusverband München-Oberbayern bangt bis zuletzt um sein finanzielles Überleben. Bis Donnerstagabend mussten rund 250 000 Euro auf dem Konto des Verbandes eingegangen sein, sonst muss er am Freitag Insolvenz beantragen.

Der Tourismusverband war durch massives Missmanagement aufgefallen, Fördergelder des Freistaats und der EU könnten veruntreut worden sein, die Staatsanwaltschaft ermittelt (wir berichteten). Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) drehte daraufhin den Geldhahn zu und verhängte einen totalen Förderstopp, was den Verband an den Rand der Zahlungsunfähigkeit brachte.

Zwar hatten die Mitglieder, unter ihnen viele Kommunen der Region, bei einer Sondersitzung vor elf Tagen beschlossen, den Verband mit einem Sonderopfer vor der Insolvenz zu retten, doch nun kommt es darauf an, dass die zugesagten Gelder auch rechtzeitig auf dem Konto des Verbandes eingehen. Geschäftsführer Stephan Götschel gab sich gestern gegenüber unserer Zeitung extrem vorsichtig: „Ich bin kein Prophet, deswegen kann ich nicht sagen, ob das zugesagte Geld rechtzeitig auf dem Konto eingeht.“

Zwar habe er viele schriftliche Zusagen, dass die Mitglieder Beiträge zur Rettung überweisen werden, es könne aber „banktechnische Probleme“ geben, sagte Götschel. Welche Konsequenzen ein solches Problem hätte, wollte er nicht sagen. Auch die Frage nach der bislang eingegangenen Summe beantwortete Götschel nicht. Die größeren Beträge seien angekommen, es könne wenn überhaupt ein kleinerer Betrag fehlen. Doch auch dann sei eine Insolvenz nicht zwingend. Götschel: „Auch dann könnte sich in allerletzter Sekunde noch ein weißer Ritter finden.“

Philipp Vetter

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