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Vermeintlich sicheres Versteck

Crystal im Spiegel versteckt

Schirnding/München - Das Zollfahndungsamt München hat am Grenzübergang Schirnding 100 Gramm Crystal sichergestellt. Auch wenn sich die Täter nicht erklären konnten, woher die Drogen stammen, ordneten die Beamten eine Wohnungsdurchsuchung an.

Wie das Zollfahndungsamt München erst heute mitteilte, haben Zollbeamte am vergangenen Freitag bei einer Routinekontrolle 100 Gramm Crystal sichergestellt.

Ein mit zwei Personen besetzter Kleinwagen, der aus Tschechien über den Grenzübergang Schirnding einreiste, weckte das Interesse der Zöllner. Das Rauschgift war in den Außenspiegeln eines Kleinwagens versteckt und hätte für rund 1.000 Konsumeinheiten reichen können.

Wie das in zwei Kondomen eingepackte Betäubungsmittel hinter die Außenabdeckung der Spiegel gelangte, konnten sich die beiden festgenommenen Tatverdächtigen im Alter von 34 und 45 Jahren nicht erklären.

Trotzdem erfolgte noch am selben Tag die Durchsuchung der Wohnungen der beiden Festgenommenen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erging am Samstag, 15. September, Haftbefehl wegen Verdachts des Schmuggels einer nicht geringen Menge Metamfetamin.

Beim Verbringen von mindestens fünf Gramm Metamfetaminbase in das Bundesgebiet ist eine sogenannte „nicht geringe Menge“ erreicht.

Da bei der Herstellung immer professioneller gearbeitet wird und zunehmend höhere Reinheitsgrade bis hin zu über 90 % erreicht werden, ist diese nicht geringe Menge häufig überschritten.

Mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe ist hierbei vom Gesetzgeber vorgesehen.

Mit der Herabsetzung der nicht geringen Menge von 30 auf fünf Gramm Metamfetaminbase hat der Gesetzgeber 2008 die besondere Gefährlichkeit der Droge erkannt und dementsprechend Rechnung getragen, das Betäubungsmittelgesetz geändert.

Das Zollfahndungsamt München übernahm unter der Sachherrschaft der Staatsanwaltschaft Hof die weiteren Ermittlungen.

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