Schlagabtausch zwischen Mannichl und Staatsanwalt

Passau - Der Schlagabtausch zwischen dem bei einen Messerattentat verletzten Polizeidirektor Alois Mannichl und dem Passauer Oberstaatsanwalt Helmut Walch geht in eine neue Runde.

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Chefermittler kritisiert Mannichl

Nachdem Walch in Medienberichten Mannichl widersprüchliche Zeugenaussagen vorgeworfen hatte, ging das Anschlagsopfer am Mittwoch in die Offensive und schaltete einen Rechtsanwalt ein. "Ich sehe das als Einschüchterungsversuch, damit in meinem Fall nicht noch mehr und viel schlimmere Ermittlungspannen bekanntwerden", sagte Mannichl laut der Internetausgabe des Passauer Magazins "Bürgerblick". Ähnlich äußerte sich der Polizeidirektor im Bayerischen Rundfunk (BR).

Der von Mannichl eingeschaltete Anwalt kündigte an, mit dem Leitenden Oberstaatsanwalt ein Gespräch führen zu wollen. "Diese Art der Behandlung muss sich mein Mandant nicht gefallen lassen", wird der Jurist in dem "Bürgerblick"-Artikel zitiert. Chefermittler Walch reagierte darauf gelassen. "Wir streiten uns nicht mit dem Opfer, aber wir müssen uns gegen diese permanenten Vorwürfe wehren", sagte er dem BR.

Hintergrund des Zwists zwischen dem ehemaligen Passauer Polizeichef und dem Oberstaatsanwalt ist der bis heute nicht geklärte Messerangriff auf Mannichl, hinter dem ein Neonazi vermutet wird. Nach dem Angriff vor einem Jahr hatten die Ermittler nicht versucht, unter den Fingernägeln von Mannichl mögliche Genspuren des Täters zu sichern. Dies war der Sonderkommission als Panne vorgeworfen worden - auch von Kripo-Mann Mannichl selbst. Walch weist die Vorwürfe zurück und sagt, dass es keine Ermittlungsfehler gegeben habe.

Als Reaktion auf die Vorhaltungen von Mannichl hatte der Staatsanwalt dem Polizeibeamten auch vorgehalten, dass er unterschiedliche Angaben zum Herkunft des Tatmessers geliefert habe. Das Küchenmesser stammt aus dem Haushalt Mannichls. Der Täter soll es vor dem Reihenhaus des Polizeichefs in Fürstenzell bei Passau entdeckt haben.

dpa

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