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Die Landtags- SPD und der Auto Club Europa ( ACE) wollen die marodesten Staatsstraßen in Bayern mit einem “Schlagloch-Oscar“ auszeichnen

“Schlagloch-Oscar“: Bürger dürfen Vorschläge machen

München - Die Landtags-SPD und der Auto Club Europa (ACE) wollen die marodesten Staatsstraßen in Bayern mit einem “Schlagloch-Oscar“ auszeichnen. Alle Bürger sind deshalb aufgerufen, Vorschläge einzureichen.

Die Landtags-SPD und der Auto Club Europa (ACE) wollen die marodesten Staatsstraßen in Bayern mit einem “Schlagloch-Oscar“ auszeichnen. Alle Bürgerinnen und Bürger können Vorschläge einreichen. Eine Jury aus SPD-Abgeordneten, ACE-Experten, Polizei- und Baugewerkschaftern wählen dann die schlimmsten Strecken in jedem der sieben Regierungsbezirke aus - diese bekommen einen silbernen “Schlagloch-Oscar“. Der bayerische “Gesamtsieger“ bekommt die Skulptur in Gold. Ziel der Aktion “Holterdiepolter“ sei es, den Druck auf die Staatsregierung zu erhöhen, damit diese die Sanierung der Strecken endlich in Angriff nimmt, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Harald Güller, am Donnerstag in München.

Güller und der ACE-Vorsitzende Wolfgang Rose verwiesen auf die Gefahren, die von Schlaglöchern und kaputten Straßen für Autofahrer und Fahrezeuge ausgingen. Und in Bayern seien es eben vor allem die Staatsstraßen, die in einem bemitleidenswerten Zustand seien - das sei unverantwortlich. “Wenn's Holterdiepolter macht, dann hat man die hohe Wahrscheinlichkeit, auf einer Staatsstraße unterwegs zu sein“, sagte Güller. Rose betonte, es müsse stärker in die Öffentlichkeit, dass das Straßennetz in Bayern vielerorts “verludert und verkommt“. Und schlechte Straßen seien eine Gefahr für die Verkehrssicherheit.

Um alle Staatsstraßen zu sanieren, sei ein Gesamtbetrag von rund 720 Millionen Euro nötig, betonte Güller und verwies auf entsprechende Zahlen aus dem Innenministerium. Nicht enthalten sind dabei notwendige Sanierungsarbeiten an Brücken. Die Landtags-SPD fordert deshalb, dass in den nächsten zehn Jahren jeweils 70 Millionen Euro zusätzlich für die Straßensanierung im Staatshaushalt bereitgestellt werden. Das bislang eingestellte Geld reiche lediglich aus, um neu auftauchende Schäden zu reparieren und den Ist-Zustand zu erhalten, erklärte Güller. Dafür seien jährlich 100 Millionen nötig.

Das bayerische Innenministerium konterte mit dem Hinweis, dass im Jahr 2011 mit voraussichtlich 125 Millionen Euro so viel Geld wie noch nie in den Straßenerhalt gesteckt werde. “Die Krokodilstränen, die die Opposition hier vergießt, sind absolut scheinheilig“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Bisher habe die SPD vor allem mit Sprüchen wie “Bildung statt Beton“ Wahlkampf betrieben und “den Straßenbau torpediert“. Er freue sich aber sehr, wenn jetzt einzelnen Oppositionsabgeordneten die Bedeutung der Infrastruktur bewusst werde.

Die Straßen, die bei der SPD/ACE-Aktion am Ende mit einem “Schlagloch-Oscar“ ausgezeichnet werden, sollen nach dem Willen der SPD vorrangig saniert werden. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion im Anschluss an den Wettbewerb in den Landtag einbringen. Den Einsendern der Gewinner-Vorschläge winkt als Preis unter anderem ein Mittagessen mit SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Der Gesamtgewinner erhält zusätzlich einen Zuschuss zu neuen Felgen.

dpa

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