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Schlappentag: Bier ist gebraut - alles andere noch unsicher

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Hofer Schlappentag
Zwei Männer halten geschmückte Bierkrüge. © Nicolas Armer/dpa

Das Bier ist schon gebraut - doch ob das Fest wieder in gewohnter Weise stattfinden kann, weiß in Hof noch niemand. Es sei derzeit offen, wie der Schlappentag am 13. Juni gefeiert werden kann, teilte die Stadt Hof am Freitag mit. Der Hofer Schlappentag ist eines der ältesten Schützen- und Handwerkerfeste Deutschlands, doch wegen der Corona-Pandemie sind die großen Feierlichkeiten 2020 und 2021 abgesagt worden.

Hof - Stattdessen wurden im Vorjahr Genusspakete und abgefülltes Schlappenbier angeboten, damit die Hoferinnen und Hofer zumindest daheim feiern konnten.

Jedenfalls ist das Bier für den 590. Schlappentag eingebraut. Nun folgen Hauptgärung und mehrwöchige Reifung, damit es pünktlich zum Fest getrunken werden kann - wo auch immer.

Der Schlappentag steht auf der Liste des immateriellen Weltkulturerbes und geht auf ein historisches Ereignis zurück: 1430 überfielen die Hussiten die Stadt und verwüsteten sie. Der Landesherr, der Markgraf von Brandenburg, gewährte den Hofern für den Wiederaufbau Steuerfreiheit, verlangte aber den Aufbau einer Bürgerwehr. Zu den vorgeschriebenen Schießübungen eilten die Bürger aber erst am letztmöglichen Tag, nämlich am Montag nach Pfingsten - und trugen dabei noch ihre Schlappen.

Bald kamen die Schützen auf die Idee, aus der lästigen Pflichtübung ein Fest zu machen - und so wurde eigens Bier gebraut: das Hofer Schlappenbier. Daraus entstand der Schlappentag in seiner heutigen Form. dpa

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