Technische Störung am Isartor: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Mit fremden Papieren wurden immer wieder serbische Staatsbürger eingeschleust.

Falsche Papiere und Scheinehen: Schleuserring gesprengt

München - Die Polizeibehörden in München und Wien haben in langwierigen Ermittlungen eine Schleuserbande ausgehoben. Wie österreichische Obdachlose und Drogensüchtige zu Helfern einer serbischen Schleuserbande wurden:

Mit Schein-Ehen oder gegen Geld geliehenen Papieren seien jahrelang serbische Staatsangehörige über Österreich nach Deutschland eingeschleust worden, teilte die Münchner Polizei am Donnerstag mit. Zwei Hauptverdächtige seien Ende vergangenen Jahres in Wien verhaftet worden. Ein dritter wurde an der österreichisch-serbischen Grenze geschnappt, ein vierter soll sich in Serbien aufhalten. Die Haupttäter sollen in München angeklagt werden. 17 Mittäter sind schon verurteilt.

Vermutlich 2007 hätten sich Serben zusammengetan, um Landsleuten illegal eine fünf Jahre gültige EU-Aufenthaltskarte zu beschaffen. Die Interessenten hätten für das „Gesamtpaket“ bis zu 18 000 Euro gezahlt. Die Bande habe in Wien im Obdachlosen- und Drogenmilieu vor allem österreichische Frauen, aber auch Männer gesucht, die gegen Geld ihre Papiere zur Verfügung stellten oder in einigen Fällen auch tatsächlich heirateten.

Wie die Scheinehen aufflogen

Die Serben wurden nach München gebracht und angemeldet. Sie erhielten die Arbeitsbescheinigung einer Reinigungsfirma, die nur noch für diesen Zweck bestand. Aufgrund der Unterlagen habe das Kreisverwaltungsreferat München die begehrte EU-Aufenthaltskarte ausgestellt. Die Österreicher bekamen ihre „Provision“ und erhielten ihre Papiere zurück. In München seien 71 Fälle ermittelt worden, möglicherweise gebe es weitere in anderen europäischen Großstädten, hieß es. Der Münchner Fall flog auf, weil einem Beamten der Schleierfahndung bei Autobahn-Kontrollen ungewöhnlich viele Serben aufgefallen waren, die mit Österreichern verheiratet und in München gemeldet waren.

dpa

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