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Frau Laura und Tochter Lilou ­stehen Jean-Marc bei.

„Er ist ein Kämpfer

Schlimme Folgen: So geht es Jean-Marc nach dem Unfall beim Kaltenberger Ritterturnier

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Vor rund einem halben Jahr war Stuntman Jean-Marc Dellajuto beim Kaltenberger Ritterturnier schwer verunglückt. So geht es ihm heute. 

Es war ein tragisches Wochenende bei den Kaltenberger Ritterspielen: Vor den Augen hunderter entsetzter Zuschauer stürzte Ende Juli Stuntman Jean-Marc Dellajuto aus Frankreich (37) von seinem Pferd. Er schleuderte gegen eine Holzwand und rührte sich nicht mehr. Endlose Minuten lang versorgte ihn ein Notarzt, dann kam der Stuntman mit einem Hubschrauber ins Klinikum Großhadern. Die Diagnose: schwere Kopfverletzung, der dritte Halswirbel gebrochen!

Das Leben des Stuntmans Jean-Marc Dellajuto nahm durch den Sturz eine dramatische Wendung: Der Ehemann und Vater einer kleinen Tochter ist seitdem querschnittsgelähmt, auch eine Not-Operation konnte ihm nicht helfen. „Er ist inzwischen in einer Reha-Einrichtung in der Nähe von Marseille untergebracht“, erzählt sein Schwager der tz. Es gab monatelang keine Anzeichen, dass Jean-Marc je wieder auch nur einen Muskel würde bewegen können.

„Er kann ganz leicht ein paar Finger bewegen“

Seit wenigen Wochen aber schöpft der Franzose, Mitglied des international berühmten Stunt-Teams Cavalcade, ein klein wenig Hoffnung: „Er kann ganz leicht ein paar Finger bewegen“, berichtet Schwager Johan. „Jean-Marc ist ein Kämpfer.“ Immer an seiner Seite: seine Frau Laura und seine Tochter Lilou. Sie geben ihrem Mann und Papa unendlich viel Kraft. Ob der leidenschaftliche Stuntman je wieder mit seinen Kollegen Teams Cavalcade in atemberaubendem Tempo über die Arena der Kaltenberger Ritterspiele reiten kann, ist mehr als ungewiss. Zu schwer sind die Verletzungen, die sich Jean-Marc zugezogen hat.

Es war bei der vorletzten Show passiert. Jean-Marc Dellajuto trieb sein Pferd im vollen Galopp mit gut 50 Stundenkilometern durch die Arena. Dann ging er aus dem Sattel und wollte vor der Pferdebrust um den Hals des Tieres herum auf der anderen Seite wieder in den Sattel steigen. Er schaffte es aber nicht, das atemberaubende Kunststück zu Ende zu bringen – das Tier musste am Ende der Arena abbremsen, wobei der 37-Jährige vom Pferd und gegen eine Wand der Königsloge geschleudert wurde. Er erlitt dabei eine Fraktur der Halswirbelsäule und Kopfverletzungen. Der Unfallort wurde sofort abgeschirmt, die vielen Mittelalter-Fans vertröstet. Dann hörten diese schon den Hubschrauber…

Mit der Liebe und Hilfe seiner Frau und Tochter wird Jean-Marc vielleicht bald in Kaltenberg zurück sein – wenn auch nur als Zuschauer. Auch das wäre für den Stuntman ein unglaublicher Fortschritt. 

jam

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