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Reicht das Geld? Viele können die Kosten für Energie von ihrer Mini-Rente nicht berappen.

Spendenaktion

„Am schlimmsten sind die Heizkosten“

München –Die steigenden Kosten für Energie treiben ältere Menschen immer öfter in den finanziellen Ruin. Wäre da nicht die Patenschaftsaktion unserer Zeitung – sie alle wüssten nicht weiter.

Jeden Tag, wenn Maria Hensel* zum Briefkasten geht, krampft sich ihr Magen zusammen. Denn an jedem Tag könnte sie dort einen Brief vorfinden. Den Brief. Ja, Maria Hensel hat Angst, dass sie plötzlich die jährliche Nebenkosten-Abrechnung für ihre Sozialwohnung in Händen hält. Denn sie weiß schon jetzt: Egal, was da kommt – sie wird es sich nicht leisten können.

Maria Hensel, 81 Jahre alt, wohnhaft im Münchner Norden, bekommt eine Rente von 831 Euro. Nach Abzug der Miete, das sind 350 Euro, des Stroms und der Krankenversicherung bleiben ihr gerade mal 300 Euro pro Monat zum Leben. Und wenn jetzt noch 100 bis 150 Euro weggehen...? Das ist nämlich der Betrag, den sie jährlich für Hausmeister, Müllabfuhr, Heizung und, und, und, nachzahlen muss. Nun: Maria Hensel fragt sich dann immer: Von was soll ich denn dann noch einkaufen gehen?

„Am schlimmsten schlagen bei der Jahresabrechnung die Heizkosten zu Buche“, sagt Maria Hensel, die seit dem Tod ihres Mannes verwitwet ist. „Die steigen von Jahr zu Jahr.“ Der vergangene Winter war extrem lang und kalt. „Dieses Mal wird es teurer als je zuvor.“

Damit dürfte sie Recht behalten. Inzwischen schlägt sogar der Deutsche Mieterbund Alarm. Nie mussten die Bürger so viel für Energie zahlen wie heute. Seit 2008 stiegen laut Statistischem Bundesamt die Stromkosten um satte 35 Prozent. Ölheizungen haben sich im Schnitt in den vergangen fünf Jahren um mehr als ein Fünftel verteuert, Gas (plus 13 Prozent) und Fernwärme (plus 21 Prozent) gelten als Geldfresser.

Maria Hensel, die 40 Jahre lang als Schneiderin gearbeitet hat, kann sich im Alter nicht mal die Nachzahlung für die Nebenkosten ihrer Sozialwohnung leisten. Sollten alle Stricke reißen, weiß sie aber immerhin, dass sie sich heuer an den Verein Lichtblick Seniorenhilfe wenden kann. Zusammen mit unserer Zeitung unterstützt der ältere Menschen in Not (Kasten). „Die explodierenden Energiekosten treiben bedürftige Rentner buchstäblich ins Elend“, sagt Vereinschefin Lydia Staltner.

Maria Hensel ist einer dieser Menschen – von denen es immer mehr gibt. Sie ist keine, die jammert. Nein. Sie ist eine, die gerade unheimlich glücklich darüber ist, dass sie jetzt Hilfe bekommt – dass sie nicht allein dasteht.

Schenken Sie etwas Würde: Mit unserer Patenschaftsaktion

Bei der Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München gegen Altersarmut können Sie eine Patenschaft für in Not geratene Senioren übernehmen. Eine Patenschaft kostet 35 Euro im Monat. Das Geld kann viertel-, halbjährlich oder für ein ganzes Jahr gespendet werden. Auch einmalige Spenden sind willkommen. Der Verein Lichtblick Seniorenhilfe leitet stets die volle Summe an die Bedürftigen weiter.

Überweisungen tätigen Sie bitte auf das Konto 490 1010 des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe (Balanstraße 45, 81669 München) bei der Sparda-Bank München, BLZ 700 905 00.

Weitere Informationen gibt es beim Verein: 089/67 97 10 10. Die E-Mail-Adresse des Vereins lautet: info@lichtblick-sen.de. Lichtblick Seniorenhilfe ist ein gemeinnützig anerkannter Verein. Für Ihre Spenden erhalten Sie eine Spendenquittung; bitte geben Sie Ihre Adresse an.

Alle Infos finden Sie auch hier

Oder unter: paten@merkur.de.

Von Felix Barth

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