Rekord

Schlösser nehmen 61 Millionen ein

München - Fünf Millionen Menschen besichtigten im vergangenen Jahr Bayerns Schlösser. Allein durch das Schloss Neuschwanstein strömten 1,4 Millionen Menschen. 2013 sollen die weniger bekannten Schlösser mehr Aufmerksamkeit erfahren.

Die hohe Besucherzahl von fünf Millionen Menschen im vergangenen Jahr brachte einen Rekord mit sich: Einnahmen von 61,1 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern konnten um 6,6 Prozent auf 23,5 Millionen Euro gesteigert werden. Das kommt aber auch durch die Preiserhöhung 2011. So kostet beispielsweise der Eintritt in das Schloss Neuschwanstein nun zwölf statt wie zuvor neun Euro. Das teilte Bayerns Finanzminister Markus Söder gestern in der Residenz in München mit. „Zudem tragen sich die Schlösser Bayerns selbst.“ Kein Grund aber, sich nun auf diesen guten Nachrichten auszuruhen.

Für 2013 und 2014 sind große bauliche Investitionen geplant. Unter anderem wird die Renovierung der Residenz in München weiter vorangetrieben. „Im letzten Jahr konnte endlich die Hauptfassade der Residenz fertiggestellt werden.“ Doch das sei noch nicht alles, teilte Söder mit. „Die Residenz ist ja mehr so eine Daueraufgabe.“ Auch am Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth, das seit Juni 2012 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe geführt wird, stehen aufwändige Sanierungsarbeiten an. 19 Millionen sind dafür vorgesehen. Unter anderem sollen die Logen saniert und die ursprüngliche Farbfassung wiederhergestellt werden. Für diese Arbeiten ist ein Zeitraum von über vier Jahren vorgesehen. Die umfangreichen Renovierungen in der Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof in Ettal (Kreis Garmisch-Patenkirchen) werden mit 18,9 Millionen unterstützt.

Söder war es auch, der 2013 zum Jahr der Schlösser und Burgen erklärt hat. Er will damit die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten zu Publikumsmagneten machen. Geplant sind Aktionstage im „Schlösserland Bayern“. „Das bedeutet, dass wir zum Beispiel in der Burg zu Burghausen oder in der Burg Trausnitz in Landshut einen Tag der offenen Tür veranstalten“, erklärt Söder. Das Schloss in Neuburg an der Donau sowie das Schloss in Höchstädt an der Donau nehmen ebenfalls an den Aktionstagen teil.

Bei diesen Sonderveranstaltungen sollen vor allem Kinder und Jugendliche auf ihre Kosten kommen. „Ritter und Burgfräulein erzählen vor Ort ihre Geschichten oder es gibt eine Taschenlampenführung.“ Geschichte hautnah also. Zudem sollen die Sehenswürdigkeiten bis 22 Uhr geöffnet haben. „Und der Eintritt ist frei“, sagt Söder.

Weitere Informationen

zu den Aktionstagen und die Daten findet man im Internet unter www.schloesserland.bayern.de

von Stefanie Lemke

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