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Aus zunächst ungeklärter Ursache war das Feuer im Dachstuhl des Schlosses ausgebrochen, teilte die Feuerwehr mit.

Historisches Wasserschloss brennt: Millionenschaden

Ebelsbach - Ein Großbrand hat das historische Wasserschloss von Ebelsbach im unterfränkischen Landkreis Hassberge in der Nacht zum Donnerstag in Schutt und Asche gelegt.

Der Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert brannte fast bis auf die Grundmauern nieder. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei in Würzburg geht von einem Sachschaden in Millionenhöhe aus. Nachbarn hatten das Feuer erst gegen 4.30 Uhr bemerkt, als bereits die ersten brennenden Dachbalken laut krachend in die Tiefe stürzten. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand bereits fast der gesamte Dachstuhl lichterloh in Flammen.

Bilder vom brennenden Schloss

Schloss Ebelsbach in Flammen

Mehr als 160 Feuerwehrleute versuchten vergebens, den Brand von Drehleitern aus einzudämmen. Das Feuer fraß sich schnell durch die hölzernen Decken und die Fachwerkkonstruktion der oberen Stockwerke. Lediglich das Erdgeschoss war aus Bruchsteinen gemauert. Menschen befanden sich bei Ausbruch des Feuers nicht in der historischen Anlage. "Derzeit ist noch nicht klar, wie es zu dem verheerenden Feuer kam", berichtete Polizeisprecher Heiko Sauer.

Bis zum Vormittag konnten die Flammen zwar gelöscht werden. Doch auch noch am Nachmittag gab es mehrere Glutnester. Die Ermittlungen über die Brandursache gestalten sich schwierig. "Das Gebäude ist einsturzgefährdet und kann deshalb noch nicht betreten werden", sagte Sauer. Rund um das Schloss verläuft ein trockengelegter Wassergraben, über den lediglich eine Brücke führt. Die zum Schloss gehörenden Nebengebäude wurden nicht beschädigt.

Bürgermeister Walter Ziegler (Freie Wähler) sprach von einer Katastrophe. Das kunsthistorisch wertvolle Gebäude sollte zu einem Schulungszentrum umgebaut werden. Das Wasserschloss von Ebelsbach am Main zählte zu den wertvollsten historischen Gebäuden im Landkreis Hassberge.

dpa

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