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Feuerwalze bei Schloss Neuschwanstein: Auch an Tag drei lodern die Flammen – Feuerwehr gibt Progonose ab

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Von: Katharina Haase

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Aufgrund der anhaltenden Trockenheit der letzten Wochen ist die Waldbrandgefahr in Bayern aktuell hoch. Nun gab es ein Feuer nahe dem Touristenmagneten Schloss Neuschwanstein.

Update vom 14. März, 14.39 Uhr: Wohl bis Dienstag werden sich die Nachlöscharbeiten hinziehen, heißt es jetzt von der Feuerwehr Pinswang in Tirol. Der Brand sei aber unter Kontrolle, sagte Kommandant Angelo Schädle. Rund 35 Hektar Wald im Bereich Pinswang war von dem Feuer betroffen, wie zuvor bereits ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol berichtet hatte. Im Schnitt seien abwechselnd rund 150 Einsatzkräfte seit Brandausbruch am Samstag mit dem Löschen beschäftigt. Zudem waren zeitweise fünf Hubschrauber im Einsatz.

Aus der Luft wurde auch am Montag weiter gelöscht. Drei Maschinen seien noch geflogen, erläuterte Schädle. Die Flammen- und Rauchentwicklung habe aber weitgehend gestoppt werden können. „Jetzt sind wir dran, die restlichen Glutnester zu löschen.“ Es müssten auch Wurzelstöcke aufgeschnitten werden, um alle Glutnester zu finden. Von bayerischer Seite aus seien die Feuerwehren aus Füssen und Schwangau am Montag zur Unterstützung der Löscharbeiten gekommen.

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen zur Ursache eingeleitet, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Zunächst einmal müsse aber der Brand in Pinswang vollständig gelöscht werden, um ordentlich ermitteln zu können.

Waldbrand bei Schloss Neuschwanstein: Feuer unter Kontrolle

Update vom 14. März, 12.08 Uhr: Die Löscharbeiten des Waldbrandes in Pinswang (Tirol), der bereits am Samstag, 12. März, nur unweit des Schlosses Neuschwanstein in Füssen ausgebrochen war, sind noch immer nicht abgeschlossen. Zwar sei das Feuer seit Sonntagnachmittag unter Kontrolle, heißt es von Seiten der Einsatzkräfte, vollständig gelöscht seien die zahlreichen Glutnester jedoch noch nicht.

Waldbrand Tirol
Das Feuer lodert in der Nähe des Schlosses Neuschwanstein. © Screenshot glomex/News-Media Service

Auffrischender Wind hatte am Sonntag (13. März) den Waldbrand im deutsch-/österreichischen Grenzgebiet immer wieder angefacht. Trotz des Einsatzes von sechs Hubschraubern breiteten sich die Flammen bis zum Nachmittag weiter aus. Diese stellten gegen 17.30 Uhr den Flugbetrieb ein, bei Einbruch der Dunkelheit konnten jedoch erneut einige Brandherde lokalisiert werden.

Waldbrand nahe Schloss Neuschwanstein: Ende der Löscharbeiten auch an Tag Drei nicht absehbar

Angesichts der anhaltenden Trockenheit, der schwierigen Hanglage des Brandes, sowie möglichen erneuten Windböen ist ein Ende der Löscharbeiten noch immer nicht absehbar.

Update vom 13. März, 17.34 Uhr: Am gestrigen Samstag brach ganz in der Nähe des Schloss Neuschwanstein ein Waldbrand aus (siehe Erstmeldung). Zahlreichen Feuerwehren waren auch am Sonntag noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bis zum Grenztunnel Füssen hatte sich das Feuer ausgebreitet. Mittlerweile ist der Einsatz der Allgäuer Feuerwehren beendet, die österreichischen Feuerwehren sind noch vor Ort, um das Gebiet zu kontrollieren, berichtet der BR. Verletzte habe es keine gegeben.

Erstmeldung vom 13. März, 11.45 Uhr: Füssen/Pinswang (Tirol) - Die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen sorgt in ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern seit Tagen für erhöhte Waldbrandgefahr. Am Samstag, 12. März, brach schließlich direkt an der deutsch-österreichischen Grenze, in Pinswang (Tirol), ein Feuer aus, das hunderte Einsatzkräfte forderte.

Bei Schloss Neuschwanstein: Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand

Ausgebrochen ist das Feuer bereits am Samstag (12. März) kurz nach 12 Uhr bei Pinswang in Tirol, das unweit von Schloss Neuschwanstein liegt. Lediglich ein Bergkamm trennt das Flammeninferno und das Schloss auf deutscher Seite. Neuschwanstein, einst gebaut vom bayerischen König Ludwig II., gilt als Touristenmagnet und diente mit seinem märchenhaften Aussehen bereits als Vorlage für das berühmte Disney-Schloss. Der Brand breitete sich rasch aus und erreichte eine Ausdehnung von etwa 300 mal 300 Meter.

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Ein von Wald umgebenes Schloss mit vielen Türmen und Zinnen steht auf einem Hügel, im Hintergrund Berge und ein See. Das Schloss Neuschwanstein in Bayern gilt als eines der schönsten Schlösser der Welt.
Das Schloss Neuschwanstein in Bayern wird auch als „Märchenschloss“ bezeichnet und gilt als eines der schönsten Schlösser der Welt. © imago

Zwar konnte das Feuer bis zum Abend eingedämmt werden, eine vollständige Löschung war jedoch nicht möglich, weshalb die Arbeiten am Sonntag fortgesetzt wurden. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, sind derzeit 17 Feuerwehren am betroffenen Schwarzenberg im Einsatz. Unterstützt werden sie von fünf Löschhubschraubern - auch aus Bayern. Rund 35 Hektar Land sind nun von dem Feuer betroffen.

Waldbrandgefahr in Bayern: Kein Ende der Trockenheit in Sicht

Die Löscharbeiten gestalten sich den Angaben der Einsatzkräfte zufolge sehr schwierig, da das Gebiet steil und felsig ist. Somit ist die Brandbekämpfung vom Boden aus nahezu unmöglich. Heftiger Wind facht das Feuer zudem immer wieder an. Wie lange die Löscharbeiten noch andauern, ist derzeit noch immer nicht absehbar.

Derweil ist auch ein Ende der Trockenheit nicht in Sicht. Einschätzungen von Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge, wird auch in absehbarer Zeit kaum Regen im Freistaat fallen. Wetter-Experte Dominik Jung sagte bereits einen Dürre-März voraus. Der Winter könnte jedoch danach mit einem heftigen Paukenschlag zurückkehren. kah

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