Neue Schneefälle am Dienstag

Schnee-Wetter in Bayern: Lawinenwarnstufe 4 zum Trotz - Aktion von Ausflüglern sorgt für Entsetzen

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Die Wetter-Lage in Bayern entspannt sich. Die Lawinengefahr ist dagegen groß. Einige Ausflügler ficht das offenbar nicht an - vor Ort sorgt das für Entsetzen.

Update vom 19. Januar, 17,23 Uhr: Dieser Wetter-Ticker für Bayern ist beendet. Hier geht‘s zum aktuellen Wetter für Bayern.

Update vom 19. Januar, 09.33 Uhr: In allen Bergregionen in Bayern gilt eine Wetter-Warnung vor Sturmböen. Allerdings erst ab einer Höhe von 1000 Metern. Wer allerdings das schöne Wetter für eine Bergtour nutzen möchte, sei doppelt gewarnt. Nicht nur der Wind bläst heftig, auch die Lawinengefahr ist nach wie vor sehr hoch im gesamten Alpengebiet. In Garmisch-Partenkirchen etwa sorgen die Aktionen von Ausflüglern für regelrechtes Entsetzen.* Dort begingen mehrere Tourengeher, offenbar aus München, nicht nur die gefährliche Route aufs Dammkar - sie parkten auch noch die Rettungswege zu.

Schnee in Nordbayern wird zu Regen! Doppelte Glatteis-Gefahr

Von Franken über die Alb bis ins Alpenvorland schneit es, im Laufe des Tages steigt die Schneefallgrenze jedoch über 1000 Meter, darunter ist Regen zu erwarten. Dann besteht Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen.

Update vom 18. Januar, 15.09 Uhr: Und schon die nächste Schnee-Prognose. Laut dem Wetterportal wetteronline.de soll morgen ein neues Schneetief über Bayern ziehen. Dieses kommt von Nordwesten und betrifft diesmal eher die nördliche Hälfte von Bayern. Dort schneit es dann flächig bis zum frühen Nachmittag. Liegen wird der Schnee vor allem im Bayerwald bleiben.

Update vom 18. Januar, 13.31 Uhr: Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall in mehreren bayerischen Landkreisen ist aufgehoben. Nur noch in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim und Berchtesgadener Land warnt der DWD vor starken Schneefällen noch bis 15 Uhr. Besonders stark ist das Allgäu betroffen. Dort schneiten seit Freitag auf sowieso schon eine dicke Schneedecke noch einmal eineinhalb Meter Neuschnee. So viel, dass mancher sein Auto nicht mehr findet. Inzwischen muss der Schnee mancherorts in Lastern abtransportiert werden.

Schneechaos in Bayern: Polizei, Feuerwehr und Retter im Dauereinsatz

Seit Sonntag sind Polizei, Feuerwehren und Rettungskräfte auf Bayerns Straßen im Dauereinsatz. Auf der A95 im Landkreis München* kam es zu einem Massen-Crash. In Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) wurde ein Kind von einem Schneepflug erfasst.* Im Kreis Fürstenfeldbruck legten mehrere Unfälle auf der A8* den Verkehr komplett lahm. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Auch die Bergwacht in Bayern verzeichnet zahlreiche Einsätze. Jüngster Fall: Ein bewusstloser Skitourengeher, gefangen in metertiefem Schnee, im Kreis Weilheim-Schongau.

Update vom 18. Januar, 10.03 Uhr: Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall im Süden Bayerns (siehe Meldung vom 17. Januar, 21.02 Uhr) dauert noch bis 12 Uhr heute. Schon am Sonntag verzeichnete die Polizei in ganz Bayern zahlreiche Glätteunfälle. Die Verkehrspolizei Rosenheim meldete zum Beispiel auf der A8 eine Vielzahl von Unfällen, glücklicherweise ohne Verletzte bis dato. Weniger glimpflich verlief es am Montagmorgen auf der spiegelglatten A93. Dort krachten sechs Fahrzeuge ineinander.

Unwetterwarnung für Bayern: Starke Schneefälle im Süden von Bayern - mehrere Landkreise betroffen

München, 17. Januar, 21.02 Uhr - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung* für zwei Landkreise am Alpenrand in Bayern herausgegeben. Sie gilt bis Montag (18. Januar), 12 Uhr. Betroffen sind die Landkreise Ostallgäu und Oberallgäu. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee* sollen da in Staulagen nochmals bis Morgen fallen.

Aber nicht nur dort hat der Winterdienst in Bayern alle Hände voll zu tun. Für den ganzen Süden in Bayern hat der DWD eine amtliche Wetter*-Warnung herausgegeben. Bis zu 40 Zentimeter in Staulagen und ansonsten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee werden hier erwartet. Betroffen sind die Landkreise:

Amtliche Warnung vor starken Schneefällen in Bayerns Süden - diese Landkreise sind betroffen

  • Weilheim-Schongau
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Miesbach
  • Rosenheim
  • Berchtesgadener Land
  • Traunstein
  • Ostallgäu (Unwetterwarnung)
  • Oberallgäu (Unwetterwarnung)

Schon jetzt prekäre Schnee-Lage in Bayerns Süden

Gerade der Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde in der Nacht auf Freitag schon von einem heftigen Wintereinbruch erschüttert*. Am Samstag gab es sogar einen Lawinenabgang bei Greinau.* Andernorts, wie im Landkreis Miesbach*, würde perfektes Wintersport-Wetter herrschen - nur leider können das nur die Menschen genießen, die näher als 15 Kilometer an den einschlägigen Bergen und Pisten leben. Denn aufgrund der 200er-Inzidenz dort greift hier die 15-Kilometer-Regel inklusive Einreiseverbot in den Landkreis für Ausflügler.

Schnee in Bayern: Lawinengefahr an bayerischen Alpen sehr hoch

Mit den beachtlichen Schneemengen über die vergangenen Tagen steigt auch die Lawinengefahr. Am heute (17. Januar) ging bei Bad Tölz wieder eine Lawine ab und erfasste zwei Tourengeher. Bereits vor einigen Tagen gab es in der Region einen Lawinenabgang. „In den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen ist die Lawinengefahr über der Waldgrenze groß, im übrigen bayerischen Alpenraum verbreitet erheblich“, warnt daher auch die bayerische Lawinen-Warnzentrale. Die Behörde schreibt weiter:

„Das Hauptproblem stellen frische Triebschneeansammlungen dar. Diese können bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers oder Snowboarders als große Schneebretter ausgelöst werden.“

Wetter in Bayern: Schnee im ganzen Freistaat - bis nach Nürnberg

Nicht gleich Schneechaos, aber Schneefälle gibt es aktuell noch in ganz Bayern. In Nürnberg* reichte die weiße Pracht sogar fürs Schlittenfahren in den städtischen Parks - ein seltenes Bild. Gleichzeitig gilt für alle Pendler am Montagmorgen in ganz Bayern zu beachten: Glatte Straßen, teils mit Schneeverwehungen, planen Sie mehr Zeit ein und fahren Sie vorsichtig.

Nach Dauerschnee: Mitte der Woche krasse Wetter-Wende

Wer sich allerdings schon sehr an die weiße Pracht gewöhnt hat, sollte sie noch möglichst ausgiebig so bald als möglich genießen. Denn ab Mittwoch kommen plötzlich Frühlingstemperaturen mit zweistelligen Plusgraden auf Bayern zu. Der DWD schätzt den Temperaturanstieg auf 7 bis 12 Grad ab Mitte der Woche. Danach kommt Regen. Beides bekanntlich pures Gift für den Schneemann. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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