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Mehr als 50 Menschen wurden verletzt.

Bayern liegt unter einer Schneedecke

Schneechaos führt zu massenhaft Unfällen

München - Der Winter ist zurück. Bayern liegt unter einer Schneedecke. Manch einer genießt die traumhafte Winterlandschaft, aber die Autofahrer kommen massenhaft ins Rutschen.

Schnee und Eis haben in Bayern zu mehreren hundert Unfällen geführt. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Viele Autofahrer rutschten auf glatten Straßen gegen Leitplanken, in Gräben oder fuhren auf den Vordermann auf. Vielerorts bildeten sich im Berufsverkehr lange Staus.

Allein in Mittelfranken kam es innerhalb von knapp 20 Stunden zu mehr als 260 witterungsbedingten Unfällen, bei denen 23 Menschen leicht verletzt wurden. Nach Polizeiangaben ereigneten sich die ersten Unfälle bereits in der Nacht zum Donnerstag. Richtig viel zu tun bekam die Polizei aber erst mit Einsetzen des Berufsverkehrs: Zwischen 07.30 und 15.30 Uhr gingen im Nürnberger Polizeipräsidium 168 Unfallmeldungen ein.

In der Oberpfalz hab es am Morgen innerhalb von fünf Stunden 57 Unfälle. Dabei wurden zwölf Menschen leicht verletzt. An einer Steigungsstrecke der Autobahn 93 steckten mehrere Lastwagen fest, so dass die Autobahn kurzzeitig komplett gesperrt werden musste.

Im Norden von Oberbayern ereigneten sich zwischen 6.00 Uhr und 10.30 Uhr an die 80 Unfälle. Dabei wurden 13 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Auch auf den Autobahnen waren die Fahrspuren teils schneebedeckt, was zu Staus bis 20 Kilometer Länge führte.

Bei München wurde eine Managerin zur Geisterfahrerin: Die 25-Jährige war auf dem Weg zum Flughafen, als sie wegen des dichten Schneefalls die Orientierung verlor. Nach Angaben der Polizei fuhr sie auf der Münchner Autobahnumgehung A99 zwischen der Anschlussstelle Hohenbrunn und dem Autobahnkreuz München-Süd in der falschen Richtung. Eine Polizeistreife sah die Falschfahrerin an der Überleitung zur A8 auf dem Pannenstreifen und stoppte die Geisterfahrt, bevor es zu einem Unfall kam.

Auch in Niederbayern hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. Allein die Zentrale in Straubing registrierte von Mittwochabend bis Donnerstagmittag 109 Verkehrsunfälle, bei denen 14 Menschen leicht oder mittelschwer verletzt wurden. Ein 18-jähriger Fahrer geriet bei Jandelsbrunn ins Schleudern und prallte gegen einen Schulbus. Sein Wagen wurde in zwei Teile zerrissen, der 18-Jährige erlitt mittelschwere Verletzungen. Er und der Fahrer des Schulbusses wurden ins Krankenhaus gebracht. Kinder saßen zu dem Zeitpunkt noch nicht im Bus.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Süd-West-Schwaben kam es zwischen Mittwochabend und Donnerstagmittag zu 111 Unfällen. Bei 15 davon wurden Menschen verletzt. Auf der Bundesstraße 16 bei Kötz (Kreis Günzburg) rutschte eine Autofahrerin auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sie mit einem Lastwagen zusammen und wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite die 47-Jährige, die ins Krankenhaus gebracht wurde. Die B16 war eine Stunde lang gesperrt.

In Süddeutschland habe Tief „Feodor“ bis zum Donnerstagmorgen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee abgeladen, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Und es werde noch mehr Schnee geben. Bis auf wenige Ausnahmen herrscht in Deutschland überall Dauerfrost, nachts sinken die Werte in manchen Regionen Süd- und Ostdeutschlands auf minus 10 oder sogar minus 15 Grad.

dpa

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