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Die Prinzregentenstraße in München war am Montag weiß.

Es bleibt zapfig kalt

Schnee, Eis, Glätte: Winter hat Bayern im Griff

München - In voller Pracht zeigt sich der Winter in Bayern. Was Skifahrer, Langläufer und Rodler freut, sorgt bei Autofahrern und Pendlern für Unmut: Im Allgäu blieb ein Zug stecken, im Landkreis Augsburg rutschte ein Schulbus von der Straße.

Jede Menge Schnee, eisige Temperaturen und glatte Straßen: Es ist Winter in Bayern. Während sich vor allem Wintersportler über die weiße Pracht freuen, machten Autofahrern die schneebedeckten Straßen zum Wochenstart zu schaffen. Es kam zu einigen Unfällen im morgendlichen Berufsverkehr. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. In Diedorf im Landkreis Augsburg rutschte ein Schulbus mit 40 Schulkindern von der Straße. Sechs Kinder wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Auf der A3 geriet ein Auto bei Kirchroth (Kreis Straubing-Bogen) beim Überholen ins Schleudern, rutschte vor einen Lastwagen und wurde von diesem noch ein Stück weitergeschoben. Der Autofahrer wurde schwer verletzt. Massive Behinderungen verursachte ein Unfall auf der A8 bei Günzburg. Weil ein Lastwagenfahrer auf schneebedeckter Fahrbahn zu schnell unterwegs war, geriet sein Anhänger ins Schleudern. Der Lastwagen stieß gegen die Betonleitwand, der Anhänger blieb quer auf der Autobahn liegen. Der Fahrer und ein Beifahrer wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die A8 in Richtung München war für mehrere Stunden gesperrt.

Schneefall wirbelt Flugverkehr durcheinander

Im Allgäu war die Neuschneedecke so hoch, dass ein Zug auf der Strecke zwischen Kempten und Reutte (Tirol) nicht weiter kam und bei Oy-Mittelberg im Oberallgäu umkehren musste. Wie die Deutsche Bahn in München mitteilte, wurden in der Region auf mehreren Strecken Schienen-Schneeräumfahrzeuge eingesetzt, die den Schnee von den Gleisen befreiten.

Schneefall wirbelte auch den Betrieb am Münchner Flughafen durcheinander. Es kam zu Verspätungen von bis zu einer Stunde, wie ein Flughafensprecher sagte. Zahlreiche Maschinen mussten vor dem Abflug enteist werden. Zeitweise war eine der beiden Start- und Landebahnen gesperrt, weil sie vom Schnee geräumt werden musste.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in München lag Bayern am Montag bis auf wenige Ausnahmen in Unterfranken und Mittelfranken unter einer geschlossenen Schneedecke. Während es im Flachland nur wenige Zentimeter sind, haben sich im Alpenvorland bis zu 25 Zentimeter, im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald bis zu 40 Zentimeter und auf der 2962 Meter hohen Zugspitze inzwischen satte 3,45 Meter Schnee angesammelt.

Bis zu 45 Zentimeter Schnee in Skigebieten

Die Wintersportler wird es freuen - nicht nur in den hochgelegenen Skigebieten der Alpen kommen sie derzeit auf ihre Kosten. „Die Pistenbedingungen sind prima. Es geht nicht besser“, sagte Katharina Happel vom Rhön-Marketing im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen. „Was Abfahrt, Langlauf und Rodeln angeht, ist jetzt die ideale Zeit zum Kommen. Es liegen 45 Zentimeter Schnee auf der Wasserkuppe.“ Ähnlich gut sieht es auf den Skihängen und in den Loipen von Fichtelgebirge und Frankenwald aus: „Es herrschen jetzt optimale Wintersportbedingungen in der Ochsenkopfregion“, sagte eine Sprecherin der Tourismusregion Ochsenkopf im Fichtelgebirge (Landkreis Bayreuth).

In den nächsten Tagen geht es winterlich weiter. Nach einer kurzen Ruhepause am Dienstag sagen die Meteorologen für die zweite Wochenhälfte neue Schneefälle vorher. Von Mittwoch an soll es zudem kälter werden. Bayernweit steigen die Temperaturen dann tagsüber kaum über null Grad. Wo es nachts aufklart, muss mit strengem Frost unter minus zehn Grad gerechnet werden.

Die Kehrseite der Schneepracht: In den bayerischen Alpen herrscht oberhalb der Waldgrenze weiterhin erhebliche Lawinengefahr. In Oberstdorf waren am Montag einige Verkehrs- und Winterwanderwege deshalb gesperrt. Auch in den nächsten Tagen bleibt die Situation nach Einschätzung der Experten angespannt.

dpa

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