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Feuerwehrmänner versuchen, das abgestürzte Räumfahrzeug der Deutschen Bahn zu bergen.

Schnee, Schnee, Schnee: Rutschpartie in Bayern

München - Der Orkan "Quinten" ist überstanden. Doch die starken Schneefälle machen den Bayern mancherorts gehörig zu schaffen. Auf der A 9 steckten massenweise Autos fest, in München kam sogar ein Räumfahrzeug ins Schleudern und die Lindauer Autobahn war kurzzeitig komplett gesperrt .

Der Fahrer eines Räumfahrzeugs der Deutschen Bahn sollte am Münchner Hauptbahnhofdie verschneiten Bahnsteige räumen - um den Fahrgästen eine Rutschpartie zu ersparen. Doch als er gegen 8.40 Uhr wenden wollte, konnte er nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte rückwärts auf Gleis 11. Das kleine Fahrzeug hing fest! Die Münchner Feuerwehr rückte an und barg es in einer aufwändigen Aktion mit einer Art überdimensionalem Wagenheber. Der Zugverkehr war von dem Vorfall nicht beeinträchtigt, teilte eine Sprecherin der Bahn mit.

Obwohl es in der ganzen Stadt immer wieder stark schneit, ist es am Vormittag nur zu ein "paar kleinen Blechschäden" gekommen, so Polizeisprecher Markus Dengler. "Der Münchner Bürger ist bestens vorbereitet auf Schnee." 

Wintereinbruch in Deutschland

Auf der Garmischer Autobahn A 95 lag am Morgen und Vormittag vor allem bei Seeshaupt (Kreis Weilheim-Schongau) viel Schnee. "Dort kann es zu Behinderungen kommen", teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim mit. Die Kollegen im Nord-Präsidium Ingolstadt vermeldeten einen Schwerpunkt von schnee- und glatteisbedingten Unfällen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Landsberg. Mitten im Berufsverkehr hatte es stark geschneit. Auf der Lindauer Autobahn A 96 rutschte gegen 9 Uhr ein Autofahrer gegen die Mittelleitplanke. Der Verkehr hinter ihm staute sich, so dass sich ein Folgeunfall mit vier Autos ereignete. Verletzt wurde niemand, doch die beiden Fahrbahnen mussten kurzzeitig komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde laut Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck über den Seitenstreifen umgeleitet. Zwischen den Orten Jesenwang und Moorenweis schlitterten am Morgen fünf Autos ineinander. Die Feuerwehr musste eine schwer verletzte Frau aus ihrem Wrack schneiden.

Den Norden des Freistaates hat es da schlimmer erwischt: Die starken Schneefälle haben am Donnerstagmorgen den Verkehr auf der A9 in Oberfranken komplett zum Erliegen gebracht. Querstehende und liegen gebliebene Lastwagen blockierten an Steigungsstrecken auch die Bundesstraßen im Fichtelgebirge und im Frankenwald. Auf der A9 kamen die Räumdienste zwischen Lobenstein in Thüringen und der Anschlussstelle Berg/Bad Steben (Landkreis Hof) zeitweise nicht durch, weil unvernünftige Autofahrer keine Gasse freihielten, berichtete die Polizei am Morgen in Hof. Erst am frühen Vormittag gelang es, den Saale-Aufstieg an der thüringisch-bayerischen Grenze vom Schnee zu befreien.

cal/lby

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