Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen mehr als 40 Minuten

Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen mehr als 40 Minuten

Endloser Winter: Schnee sorgt wieder für Chaos

München - Der erneute Schneefall in Bayern hat im Berufsverkehr für Behinderungen gesorgt. Zwei Unfälle endeten tödlich. Nur ein Verkehrsmittel blieb diesmal störungsfrei.

Bei der S-Bahn habe es "glückleicherweise keine Behinderungen" durch den Schnee gegeben, sagte ein Bahn-Sprecher. Einzig auf der S1 und S8 kam es wegen einer Weichenstörung am Flughafen zwischen 5.45 und 6.15 Uhr zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten.

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Ganz anders sah es bei Bus und Tram aus. Im gesamten Netz komme es wegen den Schneefällen zu Störungen, sagte ein Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Dort wo sich der Autoverkehr wegen der Witterung staue, komme auch der Bus und die Tram nicht vorran.

Zahlreiche Unfälle in der Region

Zwei schwer Verletzte gab es bei einem Unfall auf schneeglatter Fahrbahn zwischen Pähl und Raisting (Landkreis Weilheim-Schongau). Auch in den Landkreisen Freising und Wolfratshausen gab es mehrere Unfälle.

Kurz vor Türkenfeld (Landkreis Fürstenfeldbruck) stießen zwei Autos auf spiegelglatter Straße zusammen. Beide Fahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Sie mussten von der Feuerwehr befreit und von Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht werden.

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Gegen 7.30 Uhr ereignete sich in Algasing (Landkreis Erding) ein Unfall mit einem Schulbus. Ein 9-jähriger Schüler musste wegen eines Schocks behandelt werden. Der Fahrer hatte wegen eines abbiegenden Autos bremsen müssen, kam ins Rutschen und krachte in das Auto. Alle Insassen waren angegurtet.

Auf der Staatsstraße 2331 Erding-Berglern mussten Rettungskräfte gegen 9 Uhr af Höhe Mooslern eine Frau aus ihrem Auto befreien. Der Wagen war im Straßengraben gelandet. Auch auf der Flughafen-Tangente gab es einen von zahlreichen Unfällen. Zwischen Erding-Nord  und Flughafen überschlug sich ein Kleinwagen, der Fahrer konnte sich leicht verletzt selbst befreien.

Zwei Fahrer sterben auf glatten Straßen

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord musste am Donnerstagvormittag einen tödlichen Verkehrsunfall bei Münchsmünster (Landkreis Pfaffenhofen) auf der Bundesstraße 16 verzeichnen. Der 42-jährige Fahrer war bei einem Überholmanöver ins Schleudern geraten und gegen einen Lastwagen geprallt. Außerdem gab es im nördlichen Oberbayern zwischen 6 und 9.30 Uhr 15 Unfälle mit Verletzten und 72 Kleinunfälle mit Blechschäden.

Ein 61-jähriger Autofahrer verunglückte im Landkreis Augsburg bei Nordendorf tödlich. Nach Polizeiangaben war er von der glatten Straße abgekommen und gegen Bäume geprallt. Eine 29-jährige Beifahrerin kam verletzt ins Krankenhaus. An dem Unfall soll noch ein weiter gefahrener Lastwagen beteiligt gewesen sein, berichtete die Polizei. Nach dem Fahrer werde gesucht.

Mehr als 70 Unfälle allein in München

In München staute sich der Verkehr oft und lang am Donnerstagmorgen. Die Münchner Polizei zählte allein zwischen 7 und 9.30 Uhr rund 70 Unfälle. Mehr als doppelt so viele wie an Tagen ohne Schnee. Es blieb fast immer bei Blechschäden. Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam es zu einer deutlichen Häufung an Verkehrsunfällen. Konkrete Zahlen liegen noch nicht vor, es blieb aber auch hier bei Blechschäden.

25 Flüge am Flughafen München gestrichen

Wegen des Schnees wurden am Donnerstagvormittag auch jeweils drei Mal die Nord- und Südbahn des Münchner Flughafens gesperrt. 25 Flüge wurden ganz gestrichen, sieben hatten mehr als eine Stunde Verspätung.

Auch für die kommenden Tagen ist weiter winterliches Wetter mit Schneefall in Bayern angekündigt. Bis zum Wochenende soll es - so der Deutsche Wetterdienst - immer wieder schneien. Dabei ist vor allem in den Nächten verbreitet mit Frost zu rechnen. Während es an diesem Freitag zunächst noch weitgehend trocken bleiben soll, erwarten die Meteorologen am Samstag und Sonntag in weiten Teilen Bayerns Regen und Neuschnee bei Höchsttemperaturen zwischen null und sieben Grad. Auch zum Wochenbeginn ist kein frühlingshaftes Wetter in Sicht. “Es wird zwar etwas milder, aber es bleibt unbeständig und nasskalt“, sagte ein Meteorologe.

Rubriklistenbild: © Hans Moritz

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