Schnee und viele Unfälle: Mindestens zwei Tote

München - Starker Schneefall, teilweise Schneeverwehungen und eisglatte Straßen haben den Autofahrern in Bayern auch am frühen Samstag zu schaffen gemacht.

Seit dem Vorabend ereigneten sich zahlreiche Unfälle, mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Die Polizei meldete außerdem viele Blechschäden. Allein in Oberfranken ereigneten sich am Freitag rund 50 Verkehrsunfälle. Am Münchner Airport normalisierte sich der Flugverkehr am Samstag nach rund 30 winterbedingten Annullierungen sowie 160 verspäteten Flügen vom Vorabend. Auf der A 6 zwischen Waidhaus und der tschechischen Grenze verunglückten am Samstag zwei Lastwagen, darunter ein Autotransporter. Die beiden Fahrer wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, die Autobahn wurde komplett gesperrt.

Bayern versinkt im Schnee

Bayern versinkt im Schnee

In Unterfranken kämpften in der Nacht zu Samstag auf der A 3 am sogenannten Kauppenanstieg Lastwagenfahrer mit der Glätte. Auch auf der Rhönautobahn waren Räumdienste im Dauereinsatz. Nebenstrecken mussten wegen der Eisglätte komplett gesperrt werden, Transporter von Gefahrgut wurden gebeten, den nächsten Rastplatz anzusteuern. In der Oberpfalz geriet am frühen Samstagmorgen zudem ein Lastwagen auf der schneeglatten A 3 ins Schleudern, fuhr gegen die Leitplanke und stellte sich quer. Während der Bergungsarbeiten wurde die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Laaber und Beratzhausen mehrere Stunden lang gesperrt. Der Fahrer blieb nach Polizeiangaben jedoch unverletzt.

Wegen Schneematsch ging der Verkehr auf der Autobahn 93 zwischen dem Dreieck Inntal und dem Grenzübergang Kiefersfelden am Samstag nur schleppend vorwärts. Auf 22 Kilometern Länge stockte der Verkehr vor der österreichischen Grenze, wie ein Sprecher des Verkehrslagedienstes Rosenheim sagte. “Verantwortlich ist aber nicht nur der Winter, sondern auch der Bettenwechsel.“ Bei Roßtal im Landkreis Fürth kam am Freitag ein 45-jähriger Mann aus Oberfranken bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben. Der Fahrer geriet mit seinem Auto nach einem Überholmanöver auf der Straße zwischen Roßtal und Clarsbach ins Schleudern, wie die Polizei in Stein mitteilte. Dabei kollidierte sein Auto mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und kam schließlich neben der Fahrbahn zum Liegen. Die vier Insassen des anderen Fahrzeugs wurden leicht verletzt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Tödlich endete ein Unfall auch für einen 32-Jährigen auf der Bundesstraße 466 bei Hainsfarth (Landkreis Donau-Ries). Er fuhr am Freitagabend alkoholisiert mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn, wie die Polizei mitteilte. Dabei stieß sein Fahrzeug frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt, der Beifahrer leicht. In Oberfranken ereigneten sich nach Polizeiangaben allein am Freitag rund 50 Unfälle auf schneeglatten Straßen. Auf der Autobahn 73 bei Coburg kam es bei starkem Schneetreiben und rutschiger Fahrbahn zu einer Unfallserie mit vielen Blechschäden. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf etwa 25 000 Euro, verletzt wurde niemand. Im Landkreis Lichtenfels waren Straßen in höheren Lagen wegen starken Schneefalls und Schneeverwehungen zudem teilweise kaum mehr passierbar.

dpa

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