Beliebter Schauspieler aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist tot

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Es grünt so grün im Bayernland. Von (echtem) Schnee keine Spur. Eine Frau geht in der Nähe von Gmund am Tegernsee über eine Wiese, während im Hintergrund der mit künstlichem Schnee belegte Oedberg zu sehen ist.

Verfrühter Frühling - Leserfoto 

Schnee wär’ schee

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Garmisch-Partenkirchen – Naturschnee ist in diesem Winter sogar in den Bergen Mangelware. Die Skifahrer kommen trotzdem in die bayerischen Skigebiete. Dutzenden von Schneekanonen sei Dank.

In den bayerischen Alpen herrscht in den ersten Januarwochen Frühlingsstimmung. In vielen Wintersportorten ist bei viel zu milden Temperaturen von Schneezauber keine Spur. Etwas trist wirken an den Talstationen die schmalen Pistenbahnen aus Kunstschnee. Rechts und links davon ist alles grün-braun und matschig. Erst in höheren Lagen sieht es besser aus.

Dennoch zeigen sich die Betreiber der Skilifte und Bergbahnen recht zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Tagesgäste und Urlauber seien trotzdem gekommen. „In den Weihnachtsferien haben wir sogar ein leichtes Plus verzeichnet“, sagt Verena Lothes von der Bayerischen Zugspitzbahn. Neben den Skifahrern seien auch viele Fußgänger auf die Zugspitze gefahren. Sie hätten an Föhntagen vom höchsten deutschen Gipfel eine herrliche Fernsicht genossen. Aufgrund der Höhenlage herrschten in den Skigebieten Zugspitze und Garmisch Classic gute Pistenverhältnisse, sagt Lothes. Doch ohne die Beschneiungsanlagen sehe es ganz anders aus.

Wintersportler sollten sich durch die Absage des Frauen-Weltcups Ende Januar nicht beirren lassen, betont Lothes. „Für Profi-Rennfahrer gelten halt andere Bedingungen.“ Im unteren Bereich der sieben Kilometer langen Kandahar-Abfahrt fehle einfach Schnee. Deswegen wurden nun auch die Männer-Weltcup-Rennen, die am 1. und 2. Februar stattfinden sollten, abgesagt. Es wäre die Olympia-Generalprobe gewesen – sie wurde nun nach St. Moritz in die Schweiz verlegt. Die Skisaison dauert allerdings noch bis 6. April, auf der Zugspitze sogar bis 4. Mai. Noch genug Zeit, um seine Skier ordentlich zu nutzen.

In den kleineren Skigebieten Spitzingsee, Brauneck und Sudelfeld ist die Wintersportsituation sehr unterschiedlich. In Spitzingsee und am Brauneck sind die Pistenverhältnisse recht ordentlich. „Hier sorgten die Schneefälle im Dezember für eine gute Grundlage. Hinzu kommt der Kunstschnee“, sagt Alpenbahnen-Sprecherin Antonia Asenstorfer. Günstig für das Geschäft sei das oft sonnige Wetter gewesen. „Auf dem Brauneck machten viele Besucher Winterwanderungen.“ Dennoch seien hier und in Spitzingsee über Weihnachten zehn bis 15 Prozent weniger Gäste gekommen. Wesentlich schlechter war die Situation in Sudelfeld, wo viele Skifahrer gleich ganz wegblieben, weil es kaum zusammenhängende Abfahrten gab.

„Es gibt eine Tendenz, dass der Schnee immer später kommt“, sagt Asenstorfer. Rund 3,5 Millionen Euro seien allein am Brauneck in den vergangenen zwei bis drei Jahren für die künstliche Beschneiung ausgegeben worden. Unter anderem ist ein neuer Speichersee mit 100 000 Kubikmeter Fassungsvermögen angelegt worden. Doch die Schneekanonen können nur bei dauerhaften Minusgraden angeschmissen werden.

Von guten Wintersportbedingungen berichtet hingegen Jörn Homburg, Marketingleiter der Bergbahnen in Oberstdorf, und zieht eine recht positive Bilanz mit Blick auf die Besucherzahlen. Vor allem im Kleinwalsertal mit dem Fellhorngebiet habe durchgehend Schnee gelegen. „Seit Anfang Dezember haben wir ein gutes Angebot. Unsere Gäste zeigen sich immer wieder überrascht.“ Fast alle Talabfahrten seien offen. Nur am Nebelhorn ist es rechts und links von den Pisten etwas grün.

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"Herzliche Grüße aus dem Oberland" schickt Merkur-Leserin Anne Wojcinski.

Zufriedenstellende Geschäfte machten auch die Bergbahnen an der Winklmoosalm bei Reit im Winkl. Im Weihnachtsgeschäft sei sogar ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt worden, sagt Bahnbetreiber Hans Höflinger. Auf deutscher Seite liege nur Naturschnee. Beschneiungsanlagen seien hier gar nicht im Einsatz. „Wir sind ein Schneeloch mit vielen Niederschlägen und einer extremen Nordhanglage.“ Nicht auf ihre Kosten kommen derzeit die Langläufer. „Da hoffen wir noch auf deutlich mehr Schnee.“

Naturschnee ist zwar diesen Winter in Bayerns Skigebieten Mangelware, insgesamt gibt es für Skifans aber doch ein ordentliches Angebot. Ganz passabel zeigt sich derzeit auch die Pflanzenwelt. Merkur-Leserin Anne Wojcinski aus Farchant etwa hat uns ein Foto mit einer besonderen Entdeckung geschickt: Ihrem ersten gefundenen blühenden Enzian des Jahres aus dem Oberland.

Maren Martell/wei

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