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Weihnachten wird heuer mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß.

Prognose nach Wintereinbruch

„Schnee an Weihnachten ist sicher“

München – Wer jetzt noch Sommerreifen auf dem Auto hat, sollte schnellstens wechseln. Denn der Winter ist da und mit ihm auch der Beginn der Wintersportsaison. Am Freitag gab es bereits einige Unfälle auf verschneiten Straßen.

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Eine „richtig hochwinterliche Wetterlage“ sagt Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst in München für das dritte Adventswochenende und die kommende Woche voraus. Gestern gab es an den Alpen, im Allgäu und im Bayerischen Wald bereits kräftig Neuschnee. Die weiße Pracht wird auch erstmal liegenbleiben, denn es wird kalt. Der Meteorologe prognostiziert sehr frostiges Wetter bis Ende nächster Woche, in sternklaren Nächten sinken die Temperaturen an den Alpen teils unter minus 15 Grad. Schnee allerdings wird es ab Wochenanfang laut Wolz im Flachland Bayerns nur noch wenig geben.

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„In den Bergen legt Frau Holle aber richtig zu“, sagt dagegen Karsten Brandt vom Wetterdienst „Donnerwetter“. Eine „Traumwinterlage“ werde den Bergbahnbetreibern bis Jahresende Schnee satt bescheren. Brandt wagt die Prognose, dass es in München mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent weiße Weihnachten geben wird: „Im Voralpenland ab 800 Metern Höhe ist Schnee an Weihnachten eigentlich sicher.“ Sein Kollege Jörg Kachelmann von Meteomedia ist sich da noch nicht ganz so sicher: „Noch ist offen, ob am 24. nicht das große Weihnachtstauwetter kommt.“

„Am Spitzingsee hat es 30 Zentimeter Neuschnee“, freut sich Manfred Küpper von Alpenplus, dem Verband von Bergbahnenbetreibern in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Heute wollen die Liftbetreiber ihre Schneemaschinen anwerfen und in der kommenden Woche die Pisten präparieren. „Das Ski-Opening am Brauneck und das Schneefest am Lenggrieser Jaudenhang am kommenden Sonntag finden statt“, da ist sich Küpper sicher. Im Allgäu können die Brettl-Fans schon loslegen. Dort gehen am Wochenende mehrere Lifte in Betrieb. Der am Fellhorn bei Oberstdorf lief schon am Freitag. Rechtzeitig zur Saison ist auch die neue Winklmoosalm-Bahn bei Reit im Winkl (Kreis Traunstein) fertig geworden.

Heftige Schneefälle ließen am Freitag die Schneepflüge ausrücken. Walter Lehner, der für die Straßenmeisterei Weilheim die Winterdienste in den Kreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen koordiniert, sieht das Winterwetter aber durchaus positiv: „Da fahren die Leute viel vorsichtiger als bei wärmerem Wetter in Frostwechselperioden – das sieht man gleich an sinkenden Unfallzahlen.“

Das Schneetreiben führte am Freitag vor allem im Oberallgäu zu Unfällen. Bei Obergünzburg prallten zwei Autos frontal aufeinander. Zwei Autofahrer wurden erheblich verletzt. Auf der Bundesstraße 12 von Kempten nach Isny blieben an Steigungen Lastwagen hängen und blockierten den Verkehr. Für die Strecke Oberstaufen-Paradies im Kreis Oberallgäu wurde Schneeketten-Pflicht für Lastwagen erlassen. Kein Autofahrer sollte ohne Winterausrüstung ins Allgäu fahren, warnte die Polizei Kempten. Im Bayerischen Wald fielen zehn Zentimeter Schnee. In Nordbayern hat ergiebiger Regen mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen.

Susanne Sasse

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