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Wintereinbruch in Bayern: Der Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen.

Schnee-Chaos in Bayern: Mehr als 200 Unfälle und 58 gestrichene Flüge

München - Zwei Tote, mehr als 200 Verkehrsunfälle und knapp 60 gestrichene Flüge - das ist die vorläufige Bilanz der massiven Schneefälle in Bayern am Dienstag. Bis zum Abend soll es weiterschneien.

Die Meteorologen des Wetterdienstes Meteomedia erwarten weitere Schneefälle und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Temperaturen bis minus 20 Grad. Erst zum Faschingswochenende soll es etwas milder werden - und weniger schneien. Oberhalb der Baumgrenze ist die Lawinengefahr am Dienstag stark gestiegen. Nach Angaben des Lawinenwarndienstes drohen vor allem Schneebrett-Lawinen. Besonders gefährlich seien eingewehte Hangzonen in nordwestlicher Lage. Geringe Belastungen könnten dort bereits zu Lawinen führen.

Wegen der Lawinengefahr wurde der Zugverkehr zwischen Tirol und Bayern unterbrochen. Die Strecke zwischen dem Grenzort Scharnitz und dem bayerischen Mittenwald musste am Dienstagnachmittag gesperrt werden. Auch die parallel verlaufende Bundesstraße ist betroffen. Wie lange die Sperre aufrecht bleiben wird, sei noch nicht bekannt, teilte eine Sprecherin der Österreichischen Bundesbahnen mit.

Bilderstrecke: Bayern versinkt im Schnee

Bayern versinkt im Schnee

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Die heftigen Schneefälle haben bayernweit zu weit über 200 Unfällen auf glatten Straßen geführt. Allein im Regierungsbezirk Mittelfranken hat es nach Polizeiangaben schon am Vormittag 180 Mal gekracht. Die beiden oberbayerischen Polizeipräsidien in Rosenheim und Ingolstadt registrierten zusammen mehrere Dutzend Unfälle. In München registrierten die Beamten zwischen 6 und 11.30 Uhr 66 Unfälle - doppelt so viele wie am Montag. Verletzt wurde niemand. 

Die meisten Verkehrsunfälle verliefen glimpflich. Immer wieder blieben Autos und Lastwagen auf den schneebedeckten Straßen liegen - obwohl die Räumdienste permanent im Einsatz waren. Im Berufsverkehr kam es zu zahlreichen, kilometerlangen Staus.

Mit Baggern gegen die Schneemassen: Gesehen am Flughafen in München.

Am Münchner Flughafen mussten sich tausende Passagiere gedulden. 160 der 604 geplanten Flieger starteten oder landeten mit mehr als einer Stunde Verspätung. 58 Flüge wurden ganz gestrichen. Beide Landebahnen wurden am Dienstag jeweils dreimal für Räumarbeiten gesperrt, erklärte ein Flughafensprecher. Zudem mussten alle startenden Maschinen enteist werden. Die Flugsicherung habe darüber hinaus die Abstände zwischen den Flugzeugen aus Sicherheitsgründen erhöht.

In der Nacht zum Dienstag hatte der Wintereinbruch zwei Menschenleben in Bayern gekostet. Bei einem Frontalzusammenstoß eines Kleintransporters mit einem Lastwagen ist bei Haag in Oberbayern (Landkreis Mühldorf am Inn) ein Fahrer getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Linienbus kam ein 25 Jahre alter Autofahrer in Deisenhausen (Landkreis Günzburg) am späten Montagabend ums Leben.

tba/dpa/ap

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