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Mit einer Traueranzeige spricht die Firma Lindner auf ihrer Internetseite den Angehörigen der Todesopfer ihr Beileid aus. Sechs Mitarbeiter kamen bei dem Brand ums Leben.

Nach dem Inferno

Arnstorf trauert um die Opfer von Schneizlreuth

Arnstorf - Nach der tragischen Brandkatastrophe in Schneizlreuth trauert die niederbayerische Gemeinde Arnstorf um die sechs Toten.

Die niederbayerische Gemeinde Arnstorf trauert um die Opfer der Brandkatastrophe in Schneizlreuth. „Die ganze Gemeinde ist tief betroffen“, sagte Bürgermeister Alfons Sittinger (CSU) gestern. Drei Tage nachdem sechs Mitarbeiter der Firma Lindner bei einem Brand in einem Gästehaus ums Leben gekommen waren. Die Firma feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und hatte ihren Mitarbeitern deshalb ein Erlebnis-Wochenende spendiert. In der Nacht war in dem Gästehaus im Berchtesgadener Land ein Feuer ausgebrochen, sechs Männer im Alter zwischen 30 und 42 Jahren starben in den Flammen (wir haben berichtet).

„Die Nachricht hat sich am Wochenende schnell im ganzen Ort herumgesprochen“, erzählt der Arnstorfer Bürgermeister. Die Firma Lindner ist der größte Arbeitgeber im Ort. „Fast jede Arnstorfer Familie hat einen Verwandten oder Bekannten, der dort arbeitet“, sagt Sittinger. „Das Mitgefühl ist sehr groß.“

Das Unternehmen für Innenausbausysteme hat auf seiner Internetseite nach der Brandkatastrophe eine Traueranzeige veröffentlicht. „Wir alle trauern um sechs Mitarbeiter, sind zutiefst geschockt und können das Unfassbare nicht begreifen“, steht dort. Alle weiteren Team-Events im Rahmen der 50-Jahr-Feier im Juli sind bereits abgesagt.

Die Arnstorfer Pfarrgemeinde hat ein Kondolenzbuch in der Kirche ausgelegt. Im Pfingstgottesdienst wurden Fürbitten für die sechs Toten gelesen, berichtet Alfons Sittinger. Inzwischen steht auch das Obduktionsergebnis fest: Die sechs Männer starben an Rauchvergiftungen. Fünf von ihnen stammen aus Arnstorf und der unmittelbaren Umgebung. Auch ein 32-Jähriger aus Haag (Landkreis Freising) soll unter den Opfern sein. Mutmaßlich handelt es sich um einen Vater von zwei Kindern, der mit seiner Familie erst vor kurzem nach Haag gezogen war.

Sieben Mitarbeiter der Firma wurden bei dem Feuer verletzt. Keiner von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Zur Brandursache gab es gestern noch keine neuen Erkenntnisse. Ein technischer Defekt sei weiterhin nicht auszuschließen, sagte eine Sprecherin der Rosenheimer Polizei. Es gebe keine Hinweise auf Brandstiftung. Ein endgültiges Ergebnis wird aber wohl erst in einigen Wochen feststehen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Der Schaden, der an dem historischen Gebäude entstand, beläuft sich auf mindestens 600 000 Euro. Der Betrag sei aber „nach oben offen“, hieß es.

kwo/lby

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