Unfall auf der A73 sorgt für Stau - Chaos im Berufsverkehr

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Auf dem Schneibstein hat sich ein Mann verirrt.

Großeinsatz

Mann verirrt sich im Sturm auf dem Schneibstein - und stellt Bergwachtler vor Probleme

Ein Skisteiger verirrt sich im Sturm auf dem Schneibstein im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet. Mehrere Bergwachten müssen eine Großsuche starten. 

Der Kreisverband Berchtesgadener Land vom Bayerischen Roten Kreuz berichtet:  

Schönau am Königssee – 25 Einsatzkräfte der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau und der Bergrettung Golling haben am Montagabend nach einer Suchaktion bei sehr widrigen Wetterverhältnissen einen 46-jährigen Skitourengeher von der Nordostseite des Schneibsteins gerettet. Der Deutsche war aufgrund des Schlechtwettereinbruchs bereits am Beginn der Kleinen Reibe im bayerisch-salzburgerischen Grenzgebiet umgekehrt, hatte dann wegen der sehr schlechten Sicht komplett die Orientierung verloren und saß schließlich bei Sturmböen bis zu über hundert Stundenkilometern im felsdurchsetzten Latschengelände fest. 

Sein Notruf ging immer wieder bei der Polizei in Österreich ein, wobei gegen 18 Uhr die bayerische Bergwacht alarmiert wurde. Die Einsatzkräfte bereiteten sich auf eine größere Suche vor, da man den Mann aufgrund des Sturms nur sehr schlecht am Telefon verstand und zunächst nicht genau ermittelt werden konnte, wo er sich befindet. Neben den Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau rückte deshalb auch die Bergrettung Golling aus, um von der Tennengauer Seite aus über das Bluntautal nach dem 46-Jährigen zu suchen. 

Skisteiger grub sich auf dem Schneibstein in Not-Biwak im Schnee ein

Wegen der sehr widrigen Wetter-Verhältnisse war Eile geboten, wobei der Verstiegene versuchte, sich etwas windgeschützt in einer Art Not-Biwak im Schnee einzugraben, um nicht auszukühlen. Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden telefonierte mit dem Wirt des Stahlhauses, der die Suche wesentlich vereinfachte, da er ein Licht des Mannes am Schneibstein sehen konnte und damit das Suchgebiet sehr eng eingrenzte. 

Die Retter fuhren mit zwei Fahrzeugen über die Baustellen-Straße zur Jenner-Bergstation und machten sich von dort aus mit Skiern auf zum Schneibstein, wobei der Mann die Stirnlampen der Rettungsmannschaft sah und ihnen entgegenging. Seine Ski und einen Stock hatte er im Sturm verloren. Die Einsatzkräfte kümmerten sich sofort mit Biwak-Material und Wechselwäsche um den Wärmeerhalt und brachten den 46-Jährigen zum nahen Stahlhaus, wo er für die Nacht einkehrte und die gesamte Mannschaft sehr dankbar zur Brotzeit einlud. 

Einsatzkräfte der Bergwacht wurden bestens versorgt

Die Einsatzkräfte waren gegen Mitternacht wieder zu Hause. Der Wirt des Stahlhauses und seine Mitarbeiter unterstützten die Einsatzkräfte sehr unkompliziert und spontan und versorgten sie mit Brotzeit und Getränken. „Wir sind sehr froh über das echt gute Verhältnis zu den Hüttenwirten in unserem Einsatzgebiet, die uns das ganze Jahr über viel Arbeit abnehmen, wichtige Hinweise bei Suchaktionen liefern, immer wieder Erste Hilfe leisten müssen und für uns auch noch in der tiefsten Nacht aufsperren, wenn wir hungrig, durstig und nass vorbeikommen!“, lobt der Berchtesgadener Bereitschaftsleiter Thomas Stöger. 

Bereits am Freitagabend (1. März) gegen 18 Uhr war die Bergwacht Ramsau zu einer Vermisstensuche ins Klausbachtal ausgerückt. Ein älteres Ehepaar war am Abend nicht ins Hotel zurückgekehrt, da der Mann Fußprobleme hatte. Als die beiden abgingen, wurde die Bergwacht um Hilfe gebeten. Die Einsatzkräfte rückten mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) aus, fanden die Vermissten an der Engert-Holzstube und brachten sie zum Hotel zurück; am nächsten Tag ging es für den Mann zum Arzt.

Seit Montag tobt das Sturmtief „Bennet“* über Bayern. 

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mm/tz

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