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In den Wäldern des Teufelsgrunds gibt es die Sage um die Teufelsmühle. (Symbolbild)

Teufelsmühle im Teufelsgrund

Schon wieder ein Unglück: Vor diesem Ort gruseln sich die Franken

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Ein Mann und drei Kinder bleiben auf dem Weg zur Teufelsmühle im Wald im Matsch stecken und müssen gerettet werden. Es ist eine weitere Anekdote in der sagenumwobenen Geschichte der Mühle.

Geiselbach - Die sagenumwobene Teufelsmühle ist um eine Anekdote reicher. Ein Vater und drei Kinder mussten am Samstagnacht von der Polizei gerettet werden, da sie sich auf der Suche nach dem Blockhaus im Teufelsgrund, einem Tal bei Geiselbach im Kreis Aschaffenburg, verirrt haben.

Wie infranken.de berichtet, hatten ein Vater aus dem Landkreis Miltenberg, seine Tochter und zwei Freunde in einem Fernsehbericht von der Teufelsmühle und ihrer Sage erfahren und wollten die Mühle besuchen. Allerdings kannten sie den Weg nicht und das Auto des Vaters blieb im Wald in etwa 15 Zentimeter tiefem Matsch hängen. Die gerufene Polizei konnte die „Gestrandeten“ gegen 23 Uhr mit einem Allradfahrzeug retten. 

Damit ist die Teufelsmühle um eine - in diesem Fall harmlose - Geschichte reicher.

Sonderbare Ereignisse bei der Teufelsmühle

In einigen Fällen verliefen die Suchen nach der Teufelsmühle und die Ereignisse im Teufelsgrund jedoch nicht so glimpflich ab, wie am vergangenen Wochenende. Es scheint fast so, als ziehe die Teufelsmühle das Unglück förmlich an. Infranken.de schildert die seltsamen Begebenheiten.

Demnach erschoss einst ein Jäger versehentlich seinen eigenen Sohn, noch heute erinnert ein Bildstock an das Unglück. Zudem ist eine Frau ertrunken, als sie auf dem Weg von Omersbach zum Gehöft Frohnbügel war und ein Waldarbeiter ist am unteren Ende des Teufelsgrunds in der Nähe der Gemeinde Hüttelngesäß tödlich verunglückt. 

Die Sage von der Teufelsmühle

Die Teufelsmühle verdankt ihrem Namen einer alten Sage. Glaubt man dieser, ist ein Müller vor vielen, vielen Jahren unehrlich geworden und zusehends verarmt. Seine Mühle war nicht mehr baufest und durch einen Riss in der Mühlenwand floss ständig Wasser ins Haus. Alle Versuche des Müllers, den Riss zu reparieren, scheiterten.

Daraufhin habe der Müller geflucht: „Wenn nur diesen Riss der Teufel holen wollte.“ Der Teufel ließ sich nicht zweimal bitten und kam. Er sagte, er würde den Riss zumauern, falls er des Müllers Seele dafür bekäme. Der Müller erklärte sich dazu bereit und der Teufel versprach in einer einzigen Nacht den Riss zuzumauern. Sollte er bis zum ersten Hahnenschrei nicht fertig sein, dann bräuchte ihm der Müller seine Seele nicht zu geben.

Von Gewissensbissen geplagt habe der Müller das Geschäft seiner Frau gebeichtet und diese habe ihm gesagt, sie bringe das wieder in Ordnung. Kurz bevor der Teufel fertig war, die Mühle wieder komplett einzumauern, versteckte sich die Frau im Hühnerstall und ahmte den Ruf eines Hahnes nach. Der Teufel flüchtete, da er seinen Teil der Abmachung nicht einhalten konnte, der Müller durfte seine Seele behalten und mauerte die letzten Steine selbst in die Wand.

Die Geschichte der Teufelsmühle

Die ursprünglichen Teufelsmühlen, im 18. und 19. Jahrhundert waren es noch drei, wurden erstmals im Jahr 1782 auf einer Karte des Landgerichts Krombach erwähnt. Damals hießen sie noch obere, mittlere und untere Teufelsmühle. Auch im Jahr 1837 waren es noch drei Mühlen, 1847 nur noch zwei. Die obere Teufelsmühle war innerhalb von zehn Jahren verschwunden. Warum, ist bis heute unklar.

Auch die untere Teufelsmühle verschwand im Laufe der Jahre. Wahrscheinlich wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts verkauft und zum Abbruch freigegeben. Das Gleiche gilt auch für die mittlere Teufelsmühle, die 1893 abgerissen wurde. Die Reste der ehemaligen Mühle sind aber noch zu erkennen. 

1909 wurde dann eine Jagdhütte auf den Grundmauern der mittleren Mühle errichtet und Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Blockhaus aufgestockt. Das Blockhaus wird heute irreführend als Teufelsmühle bezeichnet.

ses

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