Schon wieder: ICE-Selbstmord nach Familiendrama

Rohrbach - Familiendrama im Landkreis Pfaffenhofen: Ein Frau (60) hat ihren Mann mit einem Beil attackiert und sich dann vor einen ICE geworfen. Der Fall erinnert an den Mordfall von Würzburg.

Wie das Polizeipräsidium in Ingolstadt mitteilte, ereignete sich das Drama in der Nacht auf Freitag in einem Einfamilienhaus in Rohrbach. Bei der Rettungsleitstelle ging gegen 01.00 Uhr der Notruf eines 61-jährigen Mannes ein. Er teilte mit, dass er gerade von seiner Ehefrau attackiert worden sein. Rettungskräfte und Polizei fanden den Mann schwer verletzt im Schlafzimmer. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Kriminalpolizei in Ingolstadt kam es zwischen den Eheleuten - die zwar getrennt voneinander aber dennoch im selben Haus wohnen - zu einem Streit. Dabei griff die 60-jährige Frau ihren 61-jährigen im Schlafzimmer befindlichen Mann mit einem Beil an und fügte ihm schwere Kopfverletzungen zu. Anschließend verließ die Frau das Haus. Der Mann wurde in ein Krankenhaus verbracht, ist außer Lebensgefahr, aber derzeit nicht vernehmungsfähig.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Rund drei Stunden später wurde der Einsatzzentrale des Polizei ein Bahnunfall gemeldet bei dem eine weibliche Person auf der Strecke München-Nürnberg bei Rohrbach von einem ICE erfasst und tödlich verletzt wurde. Aufgrund der vorgefundenen Gegenstände dürfte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 60-jährige Rohrbacherin handeln, so die Polizei. Eine zweifelsfreie Identifizierung wird jedoch erst mittels eines DNA-Vergleiches möglich sein.

Ein ähnlicher Fall hatte sich Anfang des Monats bei Würzburg ereignet: Damals hatte ein Mann seine Partnerin getötet und die Leiche in einen See geworfen. Anschließend sprang er vor einen ICE und wurde getötet.

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