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Die Unfallstelle.

Das schreckliche Ende einer Volksfest-Liebe

Nürnberg-Großgründlach - Zunächst waren da nur kleine Blumensträuße. Gerbera, Gladiolen, ein paar Dahlien. Doch im Laufe des Tages kamen immer mehr dazu.

Es sind trotz der Farbenpracht Blumen der Trauer, Blumen für ein junges Paar – Andrea (18) und Ingo (33) – das sich erst seit kurzer Zeit gekannt hatte. Das aber dennoch so verliebt war, dass man glaubte: Bei den beiden könnte es was Längeres werden.

„Sie waren so glücklich wie noch nie“, sagt ein Freund. Er schaut auf die Blumen am Boden und schweigt kurz. Dann blickt er auf. „Ich wollte Ingo eigentlich abholen, aber er sagte nur: Ich übernachte heute bei Andrea.“ So weit kam es nicht. Am frühen Dienstmorgen, die Uhr stand erst auf 3.42 Uhr, überfuhr ein Kleintransporter das Paar auf der geraden Ortsverbindungsstraße zwischen Nürnberg-Großgründlach und Erlangen-Tennenlohe. Andrea und Ingo, die zu Fuß auf dem Nachhauseweg von der Kirchweih waren, starben sofort.

Den absolut nüchternen Fahrer, der bei dem Unglück einen schweren Schock erlitt, traf wohl keinerlei schuld. Er setzte noch selbst den Notruf ab und wartete, bis die Rettung eintraf. Die Polizei versucht den Hergang des Unglücks zu ermitteln. Womöglich saßen oder lagen Andrea und Ingo auf der unbeleuchteten Straße. Rätselhaft ist, weshalb sie den Transporter nicht gehört oder gesehen haben und entsprechend reagierten. Eine Obduktion ergab zunächst keinen konkreten Hinweis auf das Verhalten des Liebespaares, ein Alkoholtest an beiden steht noch aus.

Dass beide auf der Kirchweih etwas getrunken haben dürften, liegt sicher in der Natur der Sache. Zuletzt wurden beide gemeinsam auf der Großgründlacher Kärwa um kurz nach Mitternacht gesehen, sie feierten ihre Zweisamkeit, sie knutschten. Ingo, der als Mitzwanziger durchgeht, konnte nicht von Andrea lassen, und sie nicht von ihm. Immer wieder trafen sich ihre Blicke, immer wieder ihre Lippen. Die Band Appendix heizte die Stimmung im Festzelt an. Ingo fühlte sich frei, er hatte sich erst Stunden zuvor von seiner Freundin, mit der er ein gemeinsames Kind erwartet, im Guten getrennt.

Sein Spezl: „Er hat sich so sehr auf das Kind gefreut und wollte dem Kind ein toller Vater sein.“ Gegen 22 Uhr wurde ein Schnappschuss gemacht, der ihre stürmische Liebe dokumentiert: Ingo umarmt seine Andrea und schmiegt seine Wange an ihre. Keine sechs Stunden später sind beide tot. Das Foto liegt nun bei den Blumen an der Straße – zwischen Gräsern und Stroh.

MC

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