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Besonders hatte es der Angeklagte auf Schienen abgesehen. Aber auch Kupfer zählte zu seiner Beute.

Tonnenweise Schienen gestohlen

Schrotthändler wegen Rohstoffklau vor Gericht

Nürnberg - Wegen besonders dreister Metalldiebstähle muss sich seit Montag ein 38 Jahre alter Schrotthändler vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten.

Der Mann soll im Jahr 2011 tonnenweise Schienen von Lagerplätzen der Bahn gestohlen und sie weiterverkauft haben. Dabei habe der Angeklagte nicht einmal davor zurückgeschreckt, Transportfirmen mit dem Abholen der Beute auf den Lagerplätzen zu beauftragen. Nur in einem von fünf Fällen sei ein Bahn-Mitarbeiter dagegen eingeschritten. Insgesamt sei der Bahn ein Schaden von rund 60.000 Euro entstanden.

Der Angeklagte bestritt zum Prozessauftakt, an den Metalldiebstählen beteiligt gewesen zu sein. Die Drahtzieher seien vielmehr Mitarbeiter der Deutschen Bahn gewesen, „die mit anderen unter einer Decken steckten“, sagte er.

Aufgeflogen war die Diebstahlserie am 23. Dezember 2011, als der Angeklagte zusammen mit seiner Lebensgefährtin und anderen mutmaßlichen Komplizen 215 Kilogramm Kupferkabel an eine Firma in Neustadt/Aisch verkaufen wollte. Kurz bevor es zu dem Verkauf kam, nahmen Kripobeamte den Mann und andere Verdächtige fest.

Den Gesamtwert des erbeuteten Kupfers schätzen die Ermittler auf mehr als 200 000 Euro. Den finanziell größten Coup landete der 38-Jährige laut Staatsanwaltschaft beim Diebstahl eines knapp 1,5 Tonnen schweren kupfernen Starkstromkabels von einem Firmengelände in Nürnberg Ende November 2011. Allein dabei sei ein Schaden von rund 140 000 Euro entstanden.

Eine vom Gericht angebotene Verständigung, das Strafmaß bei einem Geständnis auf sieben Jahre Haft zu begrenzen, lehnte der Angeklagte ab. Nun sollen Zeugenaussagen Licht in den Fall bringen. Für das Verfahren hat die Strafkammer zunächst vier Prozesstage angesetzt.

dpa

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