Schüsse von Reichsbürger - Anklage gegen Polizist teils abgelehnt

Ein Polizist muss sich wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Doch das Landgericht Nürnberg-Fürth lehnte die Eröffnung eines Hauptverfahrens ab.

Nürnberg - Nach den tödlichen Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers aus Georgensgmünd muss sich ein mitangeklagter Polizist nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Beim Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung im Amt durch Unterlassen sah das Landgericht Nürnberg-Fürth nach Angaben vom Mittwoch dagegen keinen ausreichenden Tatverdacht und lehnte die Eröffnung eines Hauptverfahrens ab. Aus Sicht der Kammer reichten die Erkenntnisse über den 51 Jahre alten Polizisten hier nicht für eine wahrscheinliche Verurteilung aus. Der Verstoß gegen das Waffengesetz wird nun vor dem Amtsgericht in Ansbach verhandelt.

Ein selbst ernannter Reichsbürger hatte im vergangenen Oktober auf Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen. Ein 32 Jahre alter Beamter wurde dabei getötet, zwei weitere wurden verletzt. Bei dem Einsatz sollten die Waffen des Jägers beschlagnahmt werden, weil er bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig galt.

dpa

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