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EU schützt unser "Bayerisches Bier"

Luxemburg/München - "Bayerisches Bier" darf weiterhin nur aus Bayern kommen. Zu diesem Schluss kommt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung.

Damit haben die bayerischen Bierbrauer vor den höchsten EU-Richtern einen Teilerfolg errungen. Hintergrund ist der Streit der Brauer aus dem Freistaat mit dem niederländischen Brauer Bavaria NV. Der Bayerische Brauerbund hatte das Unternehmen, das unter anderem auch über eine "Bavaria"-Niederlassung in Italien und diverse Biermarken mit dem Begriff "Bavaria" verfügt, vor einem Gericht in Turin verklagt. "Bavaria" sei eine geografische Gattungsbezeichnung, die hinsichtlich der Herkunft des fraglichen Bieres irreführend sei, so der Vorwurf der Kläger.

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Staatsregierung und Brauer in Bayern begrüßten das Urteil. Das höchste europäische Gericht habe damit ein eindeutiges Signal gesetzt, dass bayerisches Bier vor Nachahmern und Trittbrettfahrern in ganz Europa geschützt bleiben solle, sagte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) laut Mitteilung in München. Die Entscheidung komme nicht nur der Brauwirtschaft, sondern auch den Verbrauchern zugute. Was unter dem Begriff Bayern vermarktet wird, müsse auch im Freistaat hergestellt werden.

Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Michael Weiß, erklärte, die Entscheidung sei einen wichtiger Meilenstein für die künftige Entwicklung, insbesondere für den Export von bayerischem Bier. Mit seinem Urteil stärke der EuGH erneut das kulinarische Erbe Europas und stelle "Bayerisches Bier" in eine Reihe mit regionalen Spezialitäten wie Champagner, Parmaschinken, Südtiroler Speck und Nürnberger Bratwürste.

Offen bleibt mit dem Urteil allerdings, ob die Niederländer die Marke "Bavaria" weiter benutzen dürfen - das muss nun in Italien entschieden werden. Das Unternehmen führt den Namen bereits seit 1930. Die Richter bestätigten in ihrer Entscheidung zunächst aber den "unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Ansehen von bayerischem Bier und seinem geografischen Ursprung", heißt es in der Mitteilung des EuGH.

Der EU-Ministerrat hatte 2001 den Begriff "Bayerisches Bier" in eine Liste von geografischen Angaben aufgenommen, die innerhalb der EU geschützt sind. Auf dieser Liste steht beispielsweise auch Parmaschinken, Champagner und Lambrusco. Die Herstellung von Bier ist in Bayern streng geregelt: Seit 1516 wird Bier nur aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut.

dpa

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