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Jugendliche im Pokémon-Fieber: Weil Schulbehörden die Sorge haben, dass vom Handy abgelenkte Schüler auf dem Weg zum Unterricht verunglücken könnten, sollen Schulen Verhaltensmaßnahmen entwickeln.

Gefahr auf dem Schulweg

Schulbehörde warnt vor Pokémon Go

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München - Der Weg zur Schule ist mit Gefahren gepflastert. Weil Kinder nicht auf den Verkehr achten und plötzlich auf die Fahrbahn springen. Weil Autofahrer zu schnell unterwegs sind. Jetzt macht eine zusätzliche Gefahr den Schulen Sorge: Die Ablenkung der Kinder durch das Pokémon-Handy-Spiel.

Mit dem Gesicht nach unten, den Blick auf das Handy gerichtet, sind derzeit immer mehr Kinder und Jugendliche auf den Straßen unterwegs. Auf der Jagd nach virtuellen „Pokémon-Monstern“, die sie auf dem Display ihres Smartphones entdecken. Seit das Spiel am Mittwoch vergangener Woche auch in Deutschland verfügbar ist, hat es schon erste Notfälle gegeben: Spieler, die gegen eine Straßenbahn gelaufen sind oder die auf einen Truppenübungsplatz gerieten.

Weil gerade auch Kinder und Jugendliche auf Monsterjagd gehen, macht sich Richard Rühl, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberbayern Ost, Sorgen um die Schüler. Seine Mitarbeiter für Verkehrserziehung und Medienpädagogik haben daher einen Warn-Hinweis an die Gymnasien verschickt mit dem knackigen Titel: „Lebensgefahr! Pokémon Go“. Darin rufen sie dazu auf, dass die Schulen Eltern und Lehrer über die Gefahren informieren, um im Unterricht Verhaltensmaßnahmen zu entwickeln. Zahlreiche Schulen haben diesen Aufruf sogleich an die Elternbeiräte verschickt, die ihrerseits die Eltern mit der Warnung versorgt haben.

„Das Problem ist, dass sich viele, die die App geladen haben, damit in der Öffentlichkeit bewegen und ihre Aufmerksamkeit nicht auf die Straße richten, sondern auf ihr Handy“, sagt Rühl im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir sind selbstverständlich gefordert, auf mögliche Gefahren hinzuweisen. Und dieses Spiel kann eine Gefahr sein, wenn man das intensiv nutzt. Das muss man den Schülern einfach bewusst machen.“

Auch das Kultusministerium warnt vor einer unachtsamen Nutzung des Spiels. Die neue App biete den Anlass, um im Rahmen der Medienerziehung an Schulen darauf hinzuweisen, „welche Gefahrenpotenziale und Risiken die Nutzung des Smartphones mit sich bringen kann, insbesondere auch im Straßenverkehr“, bekräftigt eine Sprecherin des Ministeriums.

Es ist der Schulweg, der Sorgen bereitet. „Das wichtigste ist, dass die Schüler gesund zum Unterricht kommen“, betont Rühl. In der Schule und auf dem Gelände ist der Gebrauch vom Smartphone ohnehin untersagt. Es sei zwar erfreulich, dass das Handy-Spiel die Kindern an die frische Luft locke. Aber man müsse grundsätzlich gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachten. „Deshalb blind über die Straße zu gehen, ist viel zu gefährlich.“ Man habe die Schulen sensibilisieren wollen, damit die Schüler sicher unterwegs sind – ohne Monster, ohne Unfälle, ohne gefährliche Umwege.

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