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Am Dienstag beginnt die Schule.

Schulstart mit kleineren Klassen

München - Es gibt auch gute Nachrichten aus den Schulen: Die Klassenstärken sinken bayernweit betrachtet, und es soll noch besser werden. Regional gibt es aber noch große Unterschiede.

Das Versprechen gibt es schwarz auf weiß auf Seite 10 des Koalitionsvertrags: Bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 wollen CSU und FDP die „Klassenhöchstzahlen von 25 an den Grund- und Hauptschulen bzw. 30 an den übrigen Schulen“ erreichen.

Von diesen Zielmarken sei man noch weit entfernt, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle vor Beginn des Schuljahres am Dienstag. Freilich gibt es erste Verbesserungen. So kann die Obergrenze an den 1. Klassen der Grundschule in diesem Schuljahr von 30 auf 29 gesenkt werden, in den Klassen 2. bis 4. bleibt sie weiter auf 30. Der bayernweite Durchschnitt liegt bei den Grundschulen bei 22,5 Schülern (Vorjahr 22,7).

Kleinere Klassen trotz Rekordzulauf

Auch an den Gymnasien sinkt die durchschnittliche Klassenstärke von 27,2 auf 26,8 – trotz Rekordzulaufs an diese Schulart. Ein Problem sind aber die Eingangsklassen. Eine gravierende Kluft gibt es in München, wo aufgrund eines ungeklärt gebliebenen Finanzstreit zwischen Stadt und Freistaat die 5. Klassen an kommunalen Gymnasien höchstens 30 bis 31 Schüler haben, die staatlichen Gymnasien jedoch um die 33 Schüler. Ähnlich prekär ist die Situation an den Gymnasien südöstlich von München.

Auch im Umland gibt es Unterschiede, wie eine Umfrage unserer Zeitung zeigt. So gibt es am Josef-Hofmiller-Gymnasium Freising sechs 5. Klassen mit je 28 Schülern (am benachbarten Dom-Gymnasium sogar mit maximal 26 Schülern). Am Gymnasium Erding II gibt es jedoch sechs 5. Klassen mit je 31 bis 32 Schülern. „Wir sind gut belegt“, heißt es auch am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau, wo es vier 5. Klassen mit je 33 und eine mit 32 Schülern geben wird. Am Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim drängeln sich gleich acht 5. Klassen, keine hat jedoch mehr als 30 Schüler. Entspannt ist die Lage an den Gymnasien Olching und Gröbenzell mit Klassenstärken von 27 bis 30 Schülern – „wir hatten aber großes Glück, dass wir eine zusätzliche Klasse aufmachen durften“, heißt es aus Olching.

Kleinere Hauptschulklassen

Rückläufig sind die Klassenstärken an den Hauptschulen (im Schnitt 20,5 Schüler), was vor allem an den stetig sinkenden Schülerzahlen liegt. Relativ stark zurück gehen die Klassenstärken an den Realschulen (von 28 auf 27,4), in den vergangenen Jahren stets Schlusslicht in der Statistik.

Wann jedoch die im Koalitionsvertrag genannten Ziele erreicht sein werden – darauf wollte sich Spaenle nicht festlegen. Die Zinslast durch das Milliardenloch bei der Bayerischen Landesbank werde die Handlungsfähigkeit einschränken, sagte er knapp.

Dirk Walter

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