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Höhere Schülerzahlen, Personalausfälle durch Corona: Herausforderungen für den Schulstart in Bayern

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Von: Katarina Amtmann

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Beginn des Schuljahres 2022/23 Beginn des Schuljahres 2022/23 Ein Kind sitzt im Klassenzimmer und schaut zur Tafel
Das neue Schuljahr in Bayern steht bevor. © IMAGO / Kirchner-Media

Am 13. September startet die Schule in Bayern. Trotz Corona soll alles so normal wie möglich ablaufen - welche Empfehlungen gibt es vom Ministerium?

Update vom 8. September, 14.24 Uhr: Wenige Tage vor dem Start in das neue Schuljahr fehlen in Bayern noch mehrere Hundert Lehrer. „Es gibt ein paar Hundert Stellen, die wir noch zu füllen haben“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München. Das betreffe vor allem Grund-, Mittel- und Förderschulen. Wie viele genau es sind, teilte das Ministerium nicht mit, weil der ganz konkrete Lehrerbedarf für eine „solide Unterrichtsversorgung“ noch immer unklar sei. Vieles sei noch im Fluss - „wie ein Transfergeschäft beim Fußball“.

Höhere Schülerzahlen, Personalausfälle durch Corona: Herausforderungen für den Schulstart in Bayern

Erstmeldung vom 8. September, 11.13 Uhr: München - Höhere Schülerzahlen, Ausfälle durch Corona und Flüchtlinge aus der Ukraine. Das neue Schuljahr scheint herausfordernd, bevor es überhaupt begonnen hat. Kommt es zu Problemen?

Am 13. September beginnt für rund 1,68 Millionen Schüler in Bayern wieder der Unterricht (Vorjahr: rund 1,64 Millionen) – und zwar vollständig in Präsenz. Die Schülerzahlen sind zum neuen Schuljahr deutlich gestiegen.

Höhere Schülerzahlen, Personalausfälle durch Corona: Herausforderungen für den Schulstart in Bayern

„Höhere Schülerzahlen führen zwangsläufig zu höheren Bedarfen an Lehrpersonal, zusätzlich fällt durch Corona weiterhin auch im neuen Schuljahr Personal aus. Dennoch ist es gelungen, diese beiden besonderen Herausforderungen für den Schulstart in das kommende Schuljahr unter anderem durch die Akquise von zusätzlichem Personal zu kompensieren. Das ist ein großer Erfolg“, erklärte Kultusminister Michael Piazolo am Donnerstag, 8. September.

„Besonders danke ich hier den Schulleitungen, Schulämtern und Regierungen sowie den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ministerium, die in den vergangenen Wochen unermüdlich dafür gearbeitet haben, diese enorme Aufgabe zu stemmen. Hier wurde Großartiges geleistet“, so Piazolo anlässlich seiner Schuljahresanfangspressekonferenz weiter.

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Corona in Bayern: Präsenzunterricht und Normalität - „Behalten Situation im Blick“

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie diesmal aus? „Auch im neuen Schuljahr setzen wir voll auf Präsenzunterricht und so viel Normalität im Unterrichtsalltag wie möglich. Wir behalten die Situation weiter genau im Blick und sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet – auch für den Fall, dass sich die derzeit vergleichsweise entspannte Corona-Situation im Herbst und Winter wieder verschärfen sollte.“

Corona-Regeln zum Schuljahresbeginn

Bis auf Weiteres gelten an den Schulen die schon seit Mai 2022 bestehenden Hygieneempfehlungen weiter. Das heißt konkret, dass in den Innenräumen das Tragen einer Maske empfohlen wird. Ganz allgemein gilt: Wer krank ist, bleibt zu Hause – unabhängig davon, ob Corona-Verdacht besteht oder nicht.

Für die ersten beiden Unterrichtswochen können die Schulen zudem an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle anderen an den Schulen tätigen Personen Selbsttests ausgeben – zur freiwilligen Testung daheim. Testungen in der Schule finden nicht statt.

Schulstart: Integration von ukrainischen Schülern in Bayerns Klassen

Eine wesentliche Ursache für die steigenden Schülerzahlen sind auch die Schüler aus der Ukraine „Wir rechnen im neuen Schuljahr mit rund 30.000 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine. Es ist Teil unserer Verantwortung und Zeichen unserer Solidarität mit der Ukraine, den geflüchteten Schülerinnen und Schülern eine dauerhafte Integration in das bayerische Schulsystem oder auch eine Rückkehr in das ukrainische Bildungswesen zu ermöglichen“, erklärte der Kultusminister.

Dazu wurde ein umfassendes Konzept entwickelt, um den Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine gute Rahmenbedingungen zu bieten, ihren Weg im bayerischen Schulsystem fortzusetzen: An den weiterführenden Schularten steht beispielsweise das Konzept der Brückenklassen im Mittelpunkt, das den Schulen eine hohe Flexibilität einräumt.

Lehrermangel nach Ferien? Lage an Bayerns Schulen

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Schuljahr 2022/23: „Auch in Bayern stehen wir vor einer zunehmend größer werdenden Herausforderung“

„Die Unterrichtsversorgung ist keineswegs einfacher geworden. Auch in Bayern stehen wir vor einer zunehmend größer werdenden Herausforderung, die Bedarfe zu decken, aktuell vor allem in den Grund-, Mittel- und Förderschulen. In allen anderen Schularten stehen wir in Bayern – auch im bundesweiten Vergleich – gut da“, so Piazolo. Der Bedarf an Lehrkräften sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, vor allem auch durch Aufgaben jenseits des normalen Unterrichts wie zum Beispiel Ganztag, Inklusion oder Unterstützungsstrukturen im Bereich digitale Bildung.

Dazu kommen aktuell coronabedingte Personalausfälle sowie die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Fluchtbewegungen, auf die man personell reagieren müsse. „Ich freue mich, dass wir trotzdem zum Schuljahresbeginn eine insgesamt solide Unterrichtsversorgung haben“, sagte Piazolo. (kam)

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