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Eine Unfallbeteiligte zückte ihr Handy und fotografierte die Reanimation.

Ermittlungen gegen sie laufen

Fahrer wird am Straßenrand reanimiert - was seine Unfallgegnerin tut, erschüttert selbst erfahrene Polizisten

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Am Donnerstagvormittag verstarb ein Mercedes-Fahrer nachdem er am Steuer einen Herzinfarkt bekam und bereits bewusstlos mit einem anderen Auto kollidierte. 

Schwabach - Der Unglücksfall im mittelfränkischen Schwabach wäre schon tragisch genug: Ein Mercedes-Fahrer (55) erlitt am Steuer einen Herzinfarkt, sein Wagen kollidierte daraufhin mit einem KIA. Doch noch während der Rettungsdienst am Straßenrand um das Leben des Mannes kämpfte, passierte ein Vorfall, der selbst erfahrene Polizisten erschüttert.  

Die Fahrerin des KIA, der mit dem Mercedes kollidierte, machte mit ihrem Smartphone Fotos von der laufenden Reanimation ihres Unfallgegners! Die Polizisten vor Ort bemerkten das und beschlagnahmten sofort das Smartphone der 51-Jährigen. 

Polizeisprecher Michael Konrad vom Polizeipräsidium Mittelfranken bestätigt gegenüber merkur.de, dass gegen die Fahrerin wegen des Verdachts einer Straftat ermittelt wird. Sie habe offensichtlich auch während der Lebensrettungsmaßnahmen Gaffer-Fotos gemacht. Nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuches ist das strafbar. Es geht hier um die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, erklärt Polizeisprecher Konrad. 

Frau fotografiert sterbenden Unfallgegner am Straßenrand

Der Mercedes-Fahrer konnte nicht gerettet werden. Letztlich verstarb er trotz aller Bemühungen des Rettungsdienstes im Krankenhaus. 

Video: Gaffer-Videos vom Unfallort - das sagt das Gesetz

Nach einem schweren Unfall stiegen Gaffer jüngst sogar auf der A6 aus ihren Autos aus, um zu Fuß an die Unfallstelle zu gelangen.

Ein Mensch stirbt bei einem Verkehrsunfall. Die Trauer der Hinterbliebenen, die Folgen eines solchen Schicksals – all das kann ein Außenstehender nur erahnen. Doch wie fühlen sich die Menschen, die so eine Unfallstelle als Erste erreichen? Ein Feuerwehr-Kommandant erzählt auf merkur.de.

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