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In Bayern: Trainer nach Missbrauch und Vergewaltigung an Kindern auf Bewährung verurteilt

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Von: Felix Herz

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In einem Sportverein kam es zu sexuellem Missbrauch durch einen 20-jährigen Trainer. Nun wurde er zu zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt – auf Bewährung.

Augsburg – Ein heikler Missbrauchsfall hat die Augsburger Justiz beschäftigt. Ein 20-jähriger Trainer eines Sportvereins im Landkreis Landsberg war unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagt. Nun hat ihn das Gericht schuldig gesprochen.

In einem Sportverein kam es zu mehrfachen Missbrauch durch einen 20-jährigen Trainer. Er wurde nun zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. (Symbolbild)
In einem Sportverein kam es zu mehrfachen Missbrauch durch einen 20-jährigen Trainer. Er wurde nun zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. (Symbolbild) © Eibner / IMAGO

Trainer nach Vergewaltigung zu Bewährungsstrafe verurteilt

Am Donnerstag, 10. November, sprach das Augsburger Amtsgericht den 20-Jährigen wegen Erwerb von kinderpornografischen Inhalten, sexuellem Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung schuldig. Der junge Mann hatte im Sommer 2021 mit damals 20 Jahren angefangen, junge Schülerinnen in einem Sportverein zu missbrauchen.

Von sechs Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren verlangte er Nacktbilder – teilweise bekam er diese auch. Zwei zwölfjährige Mädchen lockte er in den Geräteraum der Turnhalle und missbrauchte sie dort sexuell. Vor Gericht wurde er nun schuldig gesprochen – und zu einer zweijährigen Jugendstrafe verurteilt, die auf Bewährung ausgesetzt wurde.

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Trainer nach sexuellem Missbrauch auf Bewährung verurteilt – Gericht begründet Strafmaß

Positiv bewertete der Richter laut Sprecherin Andrea Hobert das Geständnis des 20-Jährigen, der den Kindern so die Aussage erspart habe. Die Opfer mussten so nicht vor Gericht und in der Verhandlung sprechen. Zudem bestehe eines Gutachtens zufolge keine Wiederholungsgefahr.

Dem Gericht zufolge sei der junge Mann durch die zwischenzeitliche Untersuchungshaft „sichtlich beeindruckt“ gewesen. Neben der Bewährungsstrafe wurde der Trainer auch zu Entschädigungszahlungen verurteilt. Die zwei Hauptopfer erhielten jeweils 10.000 Euro, ein weiteres Mädchen 3.000 Euro. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. (fhz)

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