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Nach Münchner Vorbild: Augsburg gibt grünes Licht für neuen Wellenreiter-Hotspot

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Von: Thomas Eldersch

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Die Eisbachschwelle in München ist bei Surfern und Touristen gleichermaßen beliebt. Jetzt will Augsburg nachziehen.
Die Eisbachwelle in München ist bei Surfern und Touristen gleichermaßen beliebt. Jetzt will Augsburg nachziehen. © Peter Kneffel/dpa

Wird Augsburg bald um eine Attraktion reicher? Der Sportbeirat gab jetzt grünes Licht für eine Surfwelle mitten in der Stadt. Das Projekt könnte dennoch platzen.

Augsburg - Surfen mitten in der Stadt. Bislang kannte man das in Bayern wohl nur von der Eisbachwelle im Herzen Münchens*. Hier gaben sich schon die größten Surf-Legenden die Klinke in die Hand. Jetzt will die drittgrößte Stadt im Freistaat nachziehen. Der Augsburger Sportbeirat gab jetzt grünes Licht für eine Surfwelle nach Münchner Vorbild am Senkelbach.

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Surfwelle in Augsburg: Finanzierung steht - Plan für die Umsetzung ebenfalls

Jahrelang haben sich die Planungen für eine Surfwelle in Augsburg* hingezogen. Am Montag (27. September) dann das finanzielle Go des Sportbeirats. Damit steht die Finanzierung mit Beteiligung der Stadt, gaben die Verantwortlichen des Vereins Surffreunde Augsburg bekannt, berichtet die Augsburger Allgemeine. Ganz billig wird das Surfvergnügen mitten in der Stadt allerdings nicht. Auf 336.000 Euro werden die Kosten geschätzt. Davon sind aber 300.000 Euro förderfähig. Der Freistaat will mit einer Sonderförderung 165.000 Euro zuschießen. Die Stadt ist nach dem Beschluss von Montag mit 90.000 Euro - auf sechs Jahre gerechnet - dabei. Der Rest soll über Baudarlehen und Sponsoringgelder aufgetrieben werden.

Ein perfekter Ort für die Welle wurde auch schon ausgemacht. Der Senkelbach eigne sich wohl aufgrund des Strudels und des Gefälles für einen Umbau am meisten. Hier müsste keine zusätzliche Energie in Form von Pumpen oder ähnlichem aufgewendet werden, schreibt die Augsburger Allgemeine. Außerdem soll der Umbau „ressourcenschonend, umweltfreundlich und minimalinvasiv“ ablaufen, so die Planer. Die dafür selbstentwickelte Technologie wurde auch durch ein Gutachten der Hochschule für Wirtschaftsingenieurswesen in München abgesegnet.

Surfwelle in Augsburg: Bauprojekt könnte noch alles über den Haufen werfen

„Es ist ein Vorhaben mit überregionaler Strahlkraft“, betonten Dr. Peter Miehle und Till Geier, die das Projekt für die Surffreunde betreuen. Die Frankenmetropole Nürnberg* soll auch an einem ähnlichen Projekt arbeiten. Damit es beim späteren Betrieb auch keinen Stress mit den Nachbarn gibt, soll es klare Regeln geben. So wird die Anlage nur zwischen 8 und 20 Uhr betrieben. Gesurft darf nur unter Aufsicht von Trainern und Übungsleitern werden. Und nach 20 Uhr wird die Welle abgestellt. „Jemand, der sich unrechtmäßig Zutritt verschaffen würde und abends über den Zaun klettert, findet keine Welle vor“, macht Miehle gegenüber der Zeitung deutlich. Ohne Mitgliedschaft bei den Surffreunden geht ebenfalls nichts. Mit den Anwohnern wurden bereits Gespräche geführt. „Wir sind auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung gestoßen“, sagt Miehle.

Trotz strenger Regeln und Akzeptanz der Anwohner wurde das Projekt nicht ohne Diskussion vom Sportbeirat abgenickt. Auf dem angrenzenden Lederle-Areal sollen neue Wohnungen gebaut werden. Deshalb befürchteten einige Sportbeiräte eine Kollision der Interessen zwischen Bauinvestor und Surfverein. Letztere waren schon für einen Kompromiss bereit. Sie verzichteten auf den Bau eines Funktionsgebäudes an der geplanten Anlage. „Das waren Pläne, wie es aussehen könnte. Aber das Gebäude wäre erst mal für die Umsetzung des Projekts nicht notwendig“, sagt Till Geier. Wann mit dem Bau gestartet werden kann, steht bislang noch nicht fest. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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